Burgenland

+3,4% mehr Jobs: Das Burgenland hat das höchste Beschäftigungswachstum aller Bundesländer

Das Burgenland hat während der Corona-Pandemie selbst über 200 Millionen Euro in Jobs investiert, statt sich auf Maßnahmen der türkis-grünen Bundesregierung zu verlassen. Das scheint sich bezahlt zu machen: Mit plus 3,4% mehr Jobs verzeichnet das Burgenland im letzten Jahr das größte Beschäftigungswachstum aller Bundesländer. 2020 lag die Arbeitslosenquote im Burgenland noch bei 9,4 %, im Mai 2022 sank sie noch weiter auf 5,3 %.

Seit nun fast zweieinhalb Jahren begleiten erwerbstätige Österreicher:innen Wörter wie „Kurzarbeit“ oder „Home-Office“. Und in Video-Meetings Sätze wie: „Kannst du mich hören? Warte, sag das bitte noch einmal, ich hab´ dich nicht verstanden.“ Doch diese „Probleme“ stellten sich im Nachhinein für einige als Luxus-Problem dar: Denn viele Menschen in Österreich verloren durch die Pandemie ihre Jobs. Betriebe mussten zusperren und für jene, die in Bereichen wie Tourismus und Gastronomie tätig waren, hieß es erstmal warten. Zum Höhepunkt der Krise im April 2020 waren 571.477 Menschen arbeitslos in Österreich – so viele wie noch nie zuvor.

Burgenland investiert 217,2 Millionen Euro in Arbeitsmarkt und Wirtschaft

Um die Arbeitslosenquote im Burgenland zu senken, handelte das Burgenland schnell. Das Credo: Gerade während einer globalen Pandemie gezielt in Wirtschafts- und Arbeitnehmerförderungen investieren.

Alleine im Jahr 2021 hat das Land rund 25,4 Millionen Euro an Förderungen für die Bereiche Gewerbe und Tourismus genehmigt. Insgesamt steckte das Burgenland 217,2 Millionen Euro in den Wirtschaftsstandort. Diese Investitionen dürften sich bezahlt gemacht haben: Kein anderes Bundesland konnte im letzten Jahr einen derartigen Beschäftigungs-Anstieg verzeichnen – nämlich +3,4 % von 2020 auf 2021.

2020 lag die Arbeitslosenquote im Burgenland noch bei 9,4 %, im Mai 2022 sank sie noch weiter auf 5,3 %.

So stärkte das Land die Burgenländerinnen und Burgenländer

Das Land startete im Jahr 2020 den „Handwerkerbonus“ und baute diesen aufgrund der Corona-Krise noch weiter aus: Dieser förderte die Sanierung des Eigenheims in Form eines Zuschusses von maximal 10.000 Euro. Eigentümer:innen, die mit der Sanierung zur Energieeffizienz beitrugen, bekamen sogar maximal 14.000 Euro.

Die Förderungen gab es nur für Arbeiten, die von Handwerker:innen und Betriebe mit Sitz im Burgenland durchgeführt wurden. Die Zuschüsse des Landes sicherten tausende Arbeitsplätze und schufen sogar neue Jobs. Mit dem Handwerkerbonus wollte das Burgenland vor allem heimische Handwerksbetriebe in schwierigen Zeiten unterstützen.

Auch den Tourismus kurbelte das Land mit dem „Burgenland Card Bonusticket“ weiter an:

Wer zwischen Oktober 2021 bis April 2022 in einem regionalen Hotel im Burgenland mindestens drei Nächte übernachtete, bekam vom Land einen nachträglichen Rabatt von 75 Euro. Ein Win-Win Situation für urlaubende Burgenländer:innen und die heimische Tourismus-Branche.

Roland Fürst, SPÖ-Landesgeschäftsführer, ist rückblickend zufrieden mit den Maßnahmen: „Wir zeigen im Burgenland mit einer aktiven Arbeitsmarkt- und Wirtschaftspolitik, dass man auch im Sinne der Menschen gestalten und etwas zum Besseren verändern kann. Mit dem Handwerkerbonus und dem Bonusticket haben wir bewiesen, dass wir mit antizyklischen Investitionen durch einen klug agierenden Staat wirtschaftlich im Sinn der Bevölkerung und Unternehmen erfolgreich sein können.“

ÖVP Bundesländer liegen im Beschäftigungs-Ranking hinten

Das Burgenland holt sich mit einem Beschäftigungszuwachs von 3,4 Prozent von 2020 auf 2021 klar den ersten Platz im Bundesländer-Vergleich. Platz zwei ergattert sich das ebenfalls SPÖ-regierte Wien mit einem Plus von 3,2 %. Auch das „rote“ Kärnten hat es auf das Treppchen geschafft: Das Land der Seen verzeichnete ein Beschäftigungswachstum von 3,1 %.

Leicht unter dem Schnitt lagen 2021 die Steiermark (+2,5 %), sowie Niederösterreich und Oberösterreich (+2,3). Das Schlusslicht bilden Salzburg und Tirol (+1,6 %), sowie Vorarlberg mit 1,5 %.

Lena Fürst

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