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Nur 200 Meter von St. Anton entfernt trafen eine Mutter und ihr Sohn auf einen Braunbären. Wie gefährlich solche Begegnungen sein können, zeigte sich zuletzt in Italien: Dort tötete ein Bär einen Jogger. Der Landtagsabgeordnete Benedikt Lentsch (SPÖ) fordert deshalb den raschen Abschuss. Denn es gelte, „die Tirolerinnen und Tiroler zu schützen.“
Eine Mutter aus St. Anton und ihr Sohn erlebten letzte Woche den Schock ihres Lebens: In unmittelbarer Nähe zur Ortschaft jagte plötzlich ein Bär an ihnen vorbei. Der SPÖ-Landtagsabgeordnete Benedikt Lentsch fordert den raschen Abschuss, „um eine Tragödie wie im Trentino zu verhindern.“
Die beiden Wanderer waren ca. 200 Meter von Friedhof in St. Anton entfernt, als plötzlich vor ihnen ein Bär aus dem Wald geschossen kam. Die beiden hatten Glück im Unglück: Denn der Braunbär interessierte sich nicht für sie, er jagte gerade eine Gams. Vermutlich bemerkte er Mutter und Sohn nicht einmal.
Doch solche Begegnungen verlaufen nicht immer glimpflich. Das zeigte sich erst vor wenigen Wochen im Trentino in Italien. Dort tötete ein Braunbär einen Jogger. Für den Landtagsabgeordneten, Zammer Bürgermeister und SPÖ-Bezirkschef Benedikt Lentsch ist daher klar: „Ein Bär hat genauso wie ein Wolf keinen Platz in unseren Wäldern, erst recht nicht derart nahe an Ortszentren.“ Der Vorfall zeige, dass „die Hürden zum Abschuss immer noch zu hoch“ seien.
Dabei hat die Landesregierung erst vor kurzem auf Drängen von Landeshauptmann Stellvertreter Georg Dornauer (SPÖ) das Jagdgesetz überarbeitet. In der neuen Fassung soll es endlich „Notwehrmaßnahmen“ gegen Bär und Wolf ermöglichen, so Lentsch.
Doch die EU lässt den Mitgliedstaaten und damit auch Tirol wenig Spielraum beim Abschuss von Bären und Wölfen. „Das ist kein Tierschutz, das ist Wahnsinn“, kritisiert Lentsch. Die Union versteife sich auf „völlig überholte, realitätsfremde Richtlinien.“ Die Tiroler Sozialdemokraten kündigten deshalb an, weiter Druck zu machen. Sie wollen Abschüsse ermöglichen. „Die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der EU ist nach 30 Jahren hoffnungslos veraltet und bringt immer mehr Menschenleben in Gefahr“, so Lentsch. Es gelte, „die Tirolerinnen und Tiroler zu schützen.“
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