Oberösterreich

Zahle ich zu viel Betriebskosten? Kostenlose Beratung für alle Oberösterreicher:innen

Betriebskostenabrechnungen sind eine „eigene Wissenschaft“. Und weil nur die wenigsten sie lesen können, verlangen Vermieter:innen oft mehr als sie dürften. Aber zahle ich auch zu viel? Ab sofort können Mieterinnen und Mieter in Oberösterreich ihre Betriebskostenabrechnung gratis von der Mietervereinigung Oberösterreich überprüfen lassen.

Am 1. April werden die Mieten im Altbau um bis zu 8,6 % steigen. Auch in allen anderen Segmenten wird Wohnen teurer. Mieterinnen und Mieter können zwar nichts gegen die Mieterhöhungen machen. Doch wenn sie die Betriebskosten überprüfen, können viele wenigstens ein bisschen sparen. Denn die sind oft höher als rechtmäßig wäre. In den Bezirksgeschäftsstellen der SPÖ Oberösterreich helfen Expert:innen der Mietervereinigung Oberösterreich dabei, die Betriebskosten zu durchforsten.

Betriebskosten sind oft höher als erlaubt

Die versprochene Mietpreisbremse kommt nicht. ÖVP und Grüne konnten sich nicht einigen. Damit müssen sich alle, die in Altbauten wohnen, auf saftige Mieterhöhungen einstellen. Ab April werden die Mieten um bis zu 8,6 % teurer. Und schon jetzt trudeln bei den Mieterinnen und Mietern „laufend neue Vorschreibungen ein, die teilweise zehn Prozent oder mehr über den Vorjahresmieten liegen“, berichtet Peter Binder, der Wohnbausprecher der SPÖ Oberösterreich.

Einen großen Teil davon machen die Betriebskosten aus. Aber wie sich die konkret zusammensetzen? Das ist nicht leicht nachzuvollziehen. „Betriebskostenabrechnungen sind eine Wissenschaft für sich“, meint der Landesgeschäftsführer der SPÖ Oberösterreich, Florian Koppler. Und: „Die Menschen brauchen Unterstützung, damit sie sicher sein können, dass sie nur bezahlen, was sie müssen.“

Kostenlose Beratung durch Mietervereinigung und SPOÖ

SPÖ-Landesgeschäftsführer Florian Koppler, Kristina Mader von der Mietervereinigung Oberösterreich und Peter Binder, Wohnbausprecher der SPÖ Oberösterreich Bild: SPÖ Oberösterreich

Koppler und Binder starten deshalb ein kostenloses Beratungsangebot für Mieterinnen und Mieter. Dafür arbeiten sie mit der Mietervereinigung Oberösterreich zusammen. Deren Berater:innen helfen beim Kontrollieren der Betriebskostenabrechnung in den SPÖ-Bezirksgeschäftsstellen. Expert:innen der Mietervereinigung Oberösterreich helfen beim Kontrollieren der Betriebskostenabrechnung.

„Nur so wissen die Menschen, ob die Abrechnung angemessen ist und sie vielleicht Geld zurückbekommen“, so Koppler. Bis zu drei Jahre rückwirkend ist das möglich. So können Mieter:innen ihre Kosten wenigstens ein bisschen dämpfen. „Gerade in Zeiten, in denen die Preise in allen Lebensbereichen steigen, ist das für viele Menschen wichtiger denn je“, meint Koppler weiter.

Mietzinsbremse, Wohnbeihilfe neu und mehr Gemeindewohnungen

Freilich: Das kann nur ein Tropfen auf den heißen Stein sein. Für eine dauerhafte Lösung sind Koppler und Binder „überzeugt, dass drei Maßnahmen Abhilfe schaffen würden.“ Sie fordern daher eine Mietzinsbremse, „die Mietsteigerungen von der Inflation entkoppelt“. Außerdem müsse das Land Oberösterreich endlich für „eine zeitgemäße Wohnbeihilfe“ sorgen. Nicht zuletzt drängen sie auf mehr Angebot im sozialen Wohnbau.

NeueZeit Redaktion

Share
Veröffentlicht von
NeueZeit Redaktion
Tags: Betriebskosten Florian Koppler Mieten Mietervereinigung Peter Binder SPÖ Teuerung

Ähnliche Artikel

  • Frauen

Nach Frauenmorden: Kann Fußfessel Hochrisiko-Gefährder stoppen?

Tödliche Gewalt gegen Frauen bleibt in Österreich ein gravierendes Problem. Zuletzt sorgten Fälle in der…

17. Januar 2026
  • Oberösterreich

Skigebiet Kasberg vor dem Aus: Eingliederung in die OÖ Seilbahnholding als letzte Chance

Der Kasberg im Almtal steht erneut an einem Wendepunkt. Trotz laufendem Skibetrieb und positiver wirtschaftlicher…

16. Januar 2026
  • Niederösterreich

Energiegemeinschaft Trumau knackt die Millionenmarke!

Die Energiegemeinschaft Trumau versorgt ihre Mitglieder mit günstigem, regionalem Strom und erreicht nun einen weiteren…

14. Januar 2026
  • Allgemein

2026 im Überblick: Auf diese Verbesserungen können wir uns heuer freuen

Umsatzsteuerfreie Hygieneprodukte, höherer Pendlereuro, 500 Millionen Euro Gesundheitsreformfonds – das und vieles mehr bringt der…

13. Januar 2026
  • Niederösterreich

St. Pölten wählt am 25. Jänner

Am 25. Jänner wird in St. Pölten ein neuer Gemeinderat gewählt. Rund 60.000 Einwohnerinnen und…

7. Januar 2026
  • Gesellschaft

Feiern mit Folgen: Wenn die Silvesternacht für Tiere zur Stressfalle wird

Der Jahreswechsel ist für viele Menschen ein Anlass zum Feiern. Für Haus- und Wildtiere jedoch…

28. Dezember 2025