In Ausnahmesituationen wie dem Russland-Ukraine-Krieg überschlagen sich die Nachrichten-Meldungen fast minütlich. Es ist schwierig, den Überblick zu bewahren: Welche Nachrichten sind richtig, welche falsch? Zwei amerikanische Journalisten entwickelten bereits 2013 insgesamt neun Tipps für das richtige Lesen von „Breaking News“. Das Motto: Besser auf sich selbst verlassen statt auf Nachrichtenagenturen.
Jeden Tag erreicht uns eine scheinbar unendlich große Menge an Nachrichtenmeldungen. Wenn wir wollen, können wir uns von früh bis spät über das Weltgeschehen informieren. Meist müssen wir nicht einmal aktiv nach Nachrichten suchen. Sie erreichen uns auf vielen Kanälen vermeintlich automatisch – nicht nur in Zeitung und Fernsehen, sondern auch in sozialen Netzwerken, in Chatgruppen oder in persönlichen Gesprächen.
Das kann herausfordernd sein – besonders in Krisensituationen wie dem Russland-Ukraine-Krieg. Der amerikanische Journalist Bob Garfield und die Journalistin Brooke Gladstone haben deshalb bereits 2013 insgesamt neun Tipps für das richtige Lesen von Breaking News entwickelt. Sie sollen dabei helfen, Nachrichten über Katastrophen einordnen zu können. Das Motto: Besser auf sich selbst verlassen statt auf Nachrichtenagenturen.
Alles, was in den ersten Stunden nach einem bestimmten Ereignis berichtet wird, ist mit Vorsicht zu genießen. Unmittelbar danach sind nur wenige Details bekannt, viel ist noch unklar. Dadurch kommt es oft zu unabsichtlichen Falschmeldungen.
Medien berufen sich in ihrer Breaking News Berichterstattung oft auf „offizielle“ oder „anonyme“ Quellen. Die sind in der Hektik einer Katastrophe aber meist nicht überprüfbar. Hinter den „offiziellen Quellen“ kann sich alles verbergen, warnt das amerikanische Journalisten-Duo.
In Ausnahmesituationen muss es schnell gehen. Viele Medien übernehmen deshalb Informationen, die sie bei anderen Medien aufgeschnappt haben – ohne sie zuvor zu überprüfen. Zeitungen und Fernsehsender zitieren sich gegenseitig und verbreiten so auch mögliche Falschmeldungen ungeprüft weiter.
Die amerikanischen Journalisten behaupten bereits 2013: Es gibt fast nie einen zweiten oder noch mehr Täter – damit sind vor allem Anschläge gemeint.
Bei Breaking News treten einige Formulierungen immer wieder auf.
Die amerikanischen Journalisten empfehlen Leserinnen und Lesern, sich immer zu fragen: Ist die Zeitung oder der Fernsehsender gerade nah genug am Geschehen dran, um wirklich sichere Informationen liefern zu können?
Der Vergleich von verschiedenen Quellen kann helfen, Falschmeldungen zu erkennen. Wenn sich Medien aufeinander berufen, ohne ihre Angaben selbst zu überprüfen, kann das freilich trotzdem zu falschen Behauptungen führen. Grundsätzlich aber gilt: Je mehr seriöse Medien über etwas berichten, desto eher können Leserinnen und Leser davon ausgehen, dass etwas dran ist.
Passiert etwas so Schreckliches wie ein Terroranschlag oder ein Krieg, ist das Interesse zum Thema hoch. Das nutzen Lügner und Fälscher aus. Sie machen sich die mediale Aufmerksamkeit zu Nutze und verbreiten gezielt Falschmeldungen.
Schlussendlich haben es alle gemeinsam in der Hand, Falschmeldungen entgegenzutreten. Auch Leserinnen und Leser können einen Beitrag leisten, indem sie Behauptungen so gut es geht überprüfen, bevor sie Berichte weiterverbreiten.
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