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Die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine sind bei uns angekommen. Der Gas- und Ölpreis explodiert und auch der Spritpreis hat sich innerhalb einer Woche beinahe verdoppelt. Das ist nicht mehr ärgerlich, sondern existenzgefährdend. Das Burgenland wird deshalb beim Ausbau erneuerbarer Energien noch einen Zahn zulegen. So will das Land in Zukunft aus eigener Kraft stabile, leistbare Energiepreise für die Burgenländerinnen und Burgenländer garantieren.
Erst in den letzten Wochen hatte das Burgenland neue Bausteine seines Fahrplans präsentiert, denn bis 2030 will das Bundesland klimaneutral sein. Dann begann der Ukraine-Krieg. Die Energiepreise explodieren seitdem und es ist nicht klar, was Österreich machen soll, wenn Russland den Gashahn zudreht.
Denn fast das gesamte Gas, das wir in Österreich verwenden, kommt aus Russland – insgesamt 80 Prozent. Das rächt sich jetzt. Und deshalb muss es nun schnell gehen: „Jedes einzelne Windrad, jedes einzelne PV-Paneel, das wir installieren, löst uns aus dieser Abhängigkeit“, so der Chef der Energie Burgenland Stephan Sharma.
Das Burgenland wird den Ausbau erneuerbarer Energien mit Hochdruck vorantreiben. Landeshauptmann Hans Peter Doskozil bestätigt: Das Land will sich schnellstmöglich von Energielieferungen aus dem Ausland unabhängig machen. Nur so könne man die Burgenländerinnen und Burgenländer „vor den derzeitigen und künftigen Belastungen schützen“. Denn wenn sie mit Energie aus dem Burgenland selbst heizen und ihren Strombedarf decken, verlieren die Gaspreise ihren Schrecken.
Jetzt macht sich bezahlt, dass der Plan, das Burgenland bis 2030 klimaneutral zu machen, bereits auf dem Tisch liegt. Er muss „nur“ noch schneller abgearbeitet werden.
Dank dieser Vorarbeiten sei klar, „dass auf den Dächern genügend Potenzial vorhanden ist, aber auch Photovoltaik-Freiflächenanlagen notwendig sein werden und wir neue Windräder aufstellen müssen“ – so der zuständige Landesrat Heinrich Dorner. Dafür sei es allerdings wichtig, die Genehmigungsverfahren zu beschleunigen. „Wir haben jetzt keine Zeit mehr, um uns mit kleinteiligen Diskussionen auf Gemeindeebene aufzuhalten, wir müssen aufgrund der geopolitischen Lage rasch in eine Energieunabhängigkeit kommen“, erklärt der Landesgeschäftsführer der SPÖ Burgenland dazu per Aussendung.
Denn in den letzten Monaten bekämpft die ÖVP Burgenland gleich mehrere Photovoltaikanlagen im ganzen Land. Warum man im Jahr 2022 Solaranlagen verhindern will? Das ist unklar. Im Oktober sind jedenfalls Gemeinderatswahlen im Burgenland.
Doch in der momentanen Lage will sich die Landesregierung nicht von parteipolitischem HickHack aufhalten lassen. Die aktuellen Energiepreise seien „existenzbedrohend“ für viele im Burgenland. Deshalb sollen beispielsweise Umwidmungen für wichtige Photovoltaikanlagen und Windparks künftig per Verordnung erledigt werden. Die Eckpunkte des „Erneuerbaren-Turbos“ im Burgenland:
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