Burgenland

Burgenland erhöht Heizkostenzuschuss von 165 auf bis zu 700 Euro

Bis zu 700 Euro Heizkostenzuschuss und 5 statt 3 Euro Wohnbeihilfe pro Quadratmeter: Die Landesregierung im Burgenland schnürt ein weiteres Soforthilfe-Paket gegen die Teuerung. Die Maßnahmen sollen vor allem die rund 30.000 armutsgefährdete Haushalte entlasten. Anders als der Bund will Landeshauptmann Doskozil die Menschen „einfach und zielgerichtet“ unterstützen, damit sie sich Strom und Heizung leisten können.

Die burgenländische Landesregierung schnürt ein neues Soforthilfe-Paket gegen die immer weiter steigende Teuerung. Ab ersten September werden Wohnbeihilfe und Heizkostenzuschuss erhöht, um die Burgenländer und Burgenländerinnen bei den hohen Gas- und Stromkosten zu unterstützen. Rund 30.000 Menschen – vor allem armutsgefährdete – sind anspruchsberechtigt. 

Burgenland: Heizkostenzuschuss um 400 Prozent erhöht

Der Heizkostenzuschuss wird von 165 auf 700 Euro erhöht und soll in der nächsten Heizperiode einmalig ausgezahlt werden. Die Höhe des Zuschusses hängt vom Einkommen der Haushalte ab. Er soll aber mindestens 400 Euro betragen. Wer alleine lebt und nicht mehr als 979 Euro im Monat verdient (Einkommensgrenze), bekommt den maximal Betrag. Pro Kind erhöht sich diese Einkommensgrenze nochmals um 188 Euro. 

Ein Beispiel: Ein Vater mit einem Kind bekäme den Maximalbetrag von 700 Euro, wenn sein monatliches Gehalt unter 1.167 Euro liegt. Die Einkommensgrenze für eine Mutter mit zwei Kinder läge bei 1.355 Euro.  

Automatische Erhöhung der Wohnbeihilfe

Als weitere Maßnahme wird die Wohnbeihilfe um 67 Prozent erhöht. Der Maximalbetrag von 3 Euro pro Quadratmeter steigt somit auf 5 Euro pro Quadratmeter. Das heißt: Wer bereits Wohnbeihilfe erhält, muss keinen neuen Antrag stellen und erhält das Geld ab ersten September automatisch. 

„Die Energie Burgenland wird die Preise für Strom und Gas als einziges Unternehmen der Energie-Allianz im heurigen Jahr nicht weiter erhöhen” so Hans Peter Doskozil, SPÖ Landeshauptmann Burgenland.

Rund 63.000 Menschen im Burgenland sind armutsgefährdet – 14.500 davon sind Pensionist:innen. Gerade diese Menschen seien durch die hohen Energiekosten stark unter Druck gesetzt und liefen Gefahr, ihre Wohnung zu verlieren. Mit den Maßnahmen wolle man ihnen schnell und unkompliziert helfen, so Leonhard Schneemann, SPÖ Landesrat Burgenland. 

Heuer keine Erhöhung der Gas- und Strompreise

Die Energie Burgenland werde heuer als einziges Unternehmen der Energie Allianz die Strom- und Gaspreise nicht erhöhen, so Doskozil. Weiters fordert er den Bund auf, den Mindestlohn umzusetzen, das sei die effektivste Maßnahme, um die Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen langfristig zu entlasten. 

Ingo Geiger

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