Das Burgenland verlängert den Wärmepreisdeckel vorerst bis Ende 2024// Bild: freepik/alexeyzhilkin
Das Burgenland wird den Wärmepreisdeckel verlängern. Landeshauptmann Doskozil will so dafür sorgen, dass die Burgenländer „bei steigenden Heizkosten ein Sicherheitsnetz“ haben. Denn der Krieg in Nahost könnte die Teuerung bald wieder antreiben. Die Burgenländerinnen und Burgenländer sollen sich das Heizen trotzdem leisten können.
Das Burgenland wird den Wärmepreisdeckel auch im Jahr 2024 beibehalten. Das kündigte Landeshauptmann Hans Peter Doskozil letzte Woche an. Mit dem Wärmepreisdeckel wolle man weiterhin dafür sorgen, dass sich die Bevölkerung das Heizen leisten kann.
„Für mich ist klar, dass die Menschen Gewissheit haben müssen, dass sie bei steigenden Heizkosten ein Sicherheitsnetz haben. Dazu bekenne ich mich als Landeshauptmann.“ Hans Peter Doskozil, Landeshauptmann im Burgenland (SPÖ)
Der Wärmepreisdeckel sorgt dafür, dass Burgenländerinnen und Burgenländer nur einen bestimmten Anteil ihres Einkommens fürs Heizen zahlen müssen. Der Zuschuss ist sozial gestaffelt und orientiert sich am jährlichen Netto-Jahreseinkommen:
Mit dem Wärmepreisdeckel springe man auch für Versäumnisse des Bundes in die Bresche, so Doskozil. Türkis-Grün habe es verabsäumt, „rechtzeitig in die Energie- und Wohnmärkte einzugreifen und damit die Inflation abzubremsen.“
Auch SPÖ-Klubobmann Roland Fürst kritisiert, dass die Bundesregierung zu wenig für die Bevölkerung mache: „Sie [die Bundesregierung] greift nicht in die Energie- und Wohnmärkte ein, um damit die in Österreich noch immer zu hohe Inflation, im Gegensatz zu Europa, abzubremsen.“
Die Burgenland Energie hat ihre Preise mittlerweile stark gesenkt. Trotzdem will Doskozil den Wärmepreisdeckel beibehalten. Denn internationale Krisen, wie derzeit in Nahost, würden neue Teuerungsrisiken entstehen lassen, so Doskozil.
Laut einer aktuellen Umfrage finden 64 Prozent der Burgenländerinnen und Burgenländer den Wärmepreisdeckel sehr oder eher hilfreich. Gleichzeitig steht das Thema Teuerung mit 40 Prozent immer noch an erster Stelle der Dringlichkeit.
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