Leserstimmen

Der Gneisser und der Schoitl

Leserbrief

Könnt ihr euch noch an den Gneisser und den Schoitl vom Kaisermühlen Blues erinnern? Die beiden tollpatschigen Politiker. Zwei ganz normale Bezirksräte. Der eine rot der andere schwarz. Bei all ihren Fehlern würden uns mehr Gneissers und Schoitls, die ihre Nachbarn kennen, die wissen, was die tägliche Sorgen und Nöte der Menschen sind, gut tun. Wir bräuchten mehr von ihnen und weniger zurückgegelte Slim-Fit Träger, die uns vorschreiben wollen, wie wir zu leben haben, die Lebensrealität der Menschen aber nur mehr von Hörensagen kennen.

Könnt ihr euch noch an den Gneisser und den Schoitl vom Kaisermühlen Blues erinnern? Die beiden tollpatschigen Politiker. Zwei ganz normale Bezirksräte. Der eine rot der andere schwarz. Sie haben sich gestritten, haben sich „gehäkelt“, haben sich nicht immer über den Weg getraut, waren aber Freunde, der eine sogar der Trauzeuge des anderen. Sie haben das Beste für die Bevölkerung im Sinn gehabt.

Der eine mehr für die Hackler, der andere mehr für die Klein- und Mittelunternehmer. Sie waren menschlich, haben Fehler gemacht, hatten ihr Herz aber am richtigen Fleck und waren anständige Typen.

In der heutigen Politik sehne ich mich nach den Schoitls und Gneissers zurück. Anstand scheint es keinen mehr zu geben. Ein Miteinander ebenso wenig. Es zählt Ellenbogen raus, den anderen fertig zu machen, für sich selbst alles herauszuholen, zu lügen wo es passt und den Reichsten zu dienen. Wie schon Willy Brandt sagte, muss das einzige Ziel der Politik sein, das Leben der Menschen besser zu machen. Sonst kann sich die gesamte Politik zum Teufel scheren. Wie recht er doch damit hatte. Das gilt mehr denn je.

Bei all ihren Fehlern würden uns mehr Gneissers und Schoitls, die ihre Nachbarn kennen, die wissen, was die tägliche Sorgen und Nöte der Menschen sind, gut tun. Wir bräuchten mehr von ihnen und weniger zurückgegelte Slim-Fit Träger, die uns vorschreiben wollen, wie wir zu leben haben, die Lebensrealität der Menschen aber nur mehr von Hörensagen kennen.

Es ist Zeit für einen Wandel. Es ist wieder Zeit für die normalen Menschen, denn angebliche Jahrhunderttalente haben sich schon oft genug selbst entzaubert. Es ist Zeit für ein Umdenken. Es ist wieder Zeit, das Leben der Menschen besser zu machen.

NeueZeit Redaktion

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