Kärnten

Energiewende: Wolfsberg spart 60% Stromkosten und ersetzt Ölkessel durch saubere Heizungen

Corona-Krise und Klima-Krise haben eines gemeinsam: Die Bundesregierung redet viel darüber, tut aber wenig dagegen. Viele Kärntner Gemeinden wollen nicht mehr länger auf  Kurz und Co warten. So auch die Stadt Wolfsberg. 

Seit 2012 ist Wolfsberg Mitglied des e5-Programms, das Gemeinden auf ihrem Weg zu mehr Energieeffizienz und Klimaschutz unterstützt. Dafür hat die eine neue Umweltabteilung in der Stadtverwaltung eingerichtet. Von insgesamt 5 Stufen, für besonders sparsamen Umgang mit Energie, hat Wolfsberg bereits in kurzer Zeit 3 erreicht. Das bedeutet, dass bereits die Hälfte des Weges zur Energieeffizienten Gemeinde geschafft ist.

Trinkwasserkraftwerk liefert Wasser und Strom

Das ermöglicht ein Klimainvestitionspaket, das die Stadt mit Unterstützung des Landes Kärnten geschnürt hat. Knapp 50% der Straßenbeleuchtung hat Wolfsberg bereits auf LED umgerüstet. Schon jetzt arbeiten sämtliche Ampeln mit der umweltschonenden Technologie.

Wo es der Altbauschutz zugelassen hat, hat die Stadt ihre Gebäude thermisch saniert. Zusätzlich wird Wolfsberg auf 13 gemeindeeigenen Gebäuden Photovoltaikanlagen verbauen, darunter die Volksschulen, Tierheime und Feuerwehr. Durch diese Maßnahmen will die Gemeinde 60 Prozent der Stromkosten einsparen. Damit das gelingt, helfen auch andere innovative Lösungen, zum Beispiel das Trinkwasserkraftwerk. Es versorgt nicht nur die Wolfsbergerinnen und Wolfsberger mit Trinkwasser, sondern produziert dabei auch jährlich 530 000 Kilowattstunden Öko-Strom.

Saubere Luft für Wolfsberg

Für saubere Luft sorgen Wolfsberg und viele andere Kärntner Gemeinden mit der Initiative „Ölkesselfreie Gemeinde“. Dabei werden Ölkessel durch Pellets-Öfen, Fernwärmeanschlüsse und Wärmepumpen ersetzt. Das Land Kärnten unterstützt die Umrüstung mit 1500 Euro pro Ölkessel.

Die Stadt bemüht sich auch, den Verkehr und die entstehenden Abgase zu reduzieren. Seit Juli 2020 fährt ein Elektro-Bus auf den Stadtbuslinien. In den meisten Autos, die unterwegs sind, fährt nur eine einzelne Person. Das „Mitfahrbankerl“ soll das ändern. Dort können sich Wolfsbergerinnen und Wolfsberger zu Fahrgemeinschaften zusammenschließen. Das ist kostengünstiger und sorgt für sauberere Luft.

Klimaschutz von der Jugend lernen!

Gerade den jungen Wolfsbergerinnen und Wolfsbergern ist der Klimaschutz wichtig. Kein Wunder: Klimapolitik ist vor allem Zukunftspolitik. Deshalb hat die Stadtgemeinde den „Klima-Energie Preis“ ins Leben gerufen. Viele kreative und innovative Projekte der Wolfsberger Jugend zu den Themen Klimaschutz, Umweltschutz und Energiepolitik wurden vorgestellt. Die Siegerinnen und Sieger werden im Jänner ausgezeichnet.

NeueZeit Redaktion

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