Die Wienerin Hedy Lamarr erfand die Bluetooth-Technik
Die Österreicherinnen und Österreicher sind erfinderisch. Immer mehr Patente und Marken werden angemeldet. In welchen Bereichen die heimischen Tüftler besonders stark sind, haben wir uns angesehen.
Wenn wir die Bluetooth Datenübertragung einschalten, Zeitlupenaufnahmen bei der Sport-Berichterstattung sehen oder die Nähmaschine anwerfen, sind österreichische Erfindungen im Spiel. Die Datenübertragung per Funktechnik wurde von der Wienerin Hedy Lamarr erfunden. Deutlich bekannter noch als für ihren erfinderischen Pionierinnengeist war sie allerdings als Schauspielerin in Hollywood.
August Musger hingegen war Priester und Physiker aus der Steiermark. Er gilt auch als Pionier der Zeitlupentechnik. Die erfand er zwar nicht im Alleingang, prägte sie jedoch durch seine Arbeit. Josef Madersperger wiederum hatte weder mit Datenübertragung, noch mit Zeitlupe zutun. Dafür ist der Kufsteiner einer der Miterfinder der Nähmaschine.
Dieser glorreichen Vergangenheit heimischer Erfinderinnen und Erfinder steht die Gegenwart um nichts nach. Es sind vielleicht nicht immer die ganz großen Würfe, die heutzutage das Licht der Welt erblicken. Doch es werden Jahr um Jahr mehr. Exakt 2.724 Erfindungen wurden 2019 beim Österreichischen Patentamt angemeldet. Die fleißigsten Anmelder kamen aus Oberösterreich (642), gefolgt von der Steiermark (463) und Wien (436). An der Bevölkerungszahl gemessen liegt allerdings Vorarlberg mit seinen 189 Patenten vorne.
Doch österreichische Firmen und Einzelpersonen beschränken sich nicht nur auf das Inland. Weltweit wurden vergangenes Jahr 11.731 Erfindungen von Österreicherinnen und Österreichern eingetragen. Beeindruckende Zahlen für so ein kleines Land.
Die meisten Innovationen aus Österreich gibt es im Bereich Maschinenbau. Sie machen ganze 41% der heimischen Patente aus. Sie kommen in Lokomotiven, Flugzeugen und in der Metallverarbeitung zum Einsatz. Auf Platz zwei liegen mit 22% weitere Technologiefelder, die vom Patentamt zusammengefasst werden, wie beispielsweise die IT-Branche oder der Sportsektor. An dritter Stelle rangiert die Elektrotechnik, die immerhin auch noch 14% ausmacht. Auch immer mehr Marken werden registriert: 6.261 waren es allein 2019. Damit ist Österreich auf Platz sechs der erfinderischsten EU-Staaten. International rangieren die heimischen Erfinderinnen und Erfinder auf dem elften Platz.
Eine besondere Auszeichnung erhielten Klaus Feichtinger und Manfred Hackl für ihren Erfindergeist. Sie wurden mit dem europäischen Erfinderpreis 2019 in der Kategorie Industrie geehrt. Die Präsidentin des österreichischen Patentamts, Mariana Karepova, sprach von einer „genialen Idee, die das restlose Recycling von Plastikmüll möglich machte und das Kunststoffrecycling revolutioniert.“
Doch was haben die zwei Männer, die für ein Recycling Unternehmen aus Ansfelden in Oberösterreich, arbeiten erfunden? Eine Technologie, die Plastikabfälle zu hochwertigen Kunststoffpellets aufbereitet. In einer Recyclingmaschine kommt eine sogenannte „Gegenstromtechnologie“ zum Einsatz. Kunststoffabfälle werden in die Gegenrichtung der Zerteilungsschnecke der Maschine eingespeist. So ist eine effizientere und schnellere Verarbeitung des Materials möglich als zuvor.
Dabei entstehen Kunststoff-Pellets, die man wiederum zu Flaschen, Tellern, Wäschekörben und vielem mehr verarbeiten kann. 2015 kam die Technologie erstmals zum Einsatz. Mittlerweile ist sie so erfolgreich, dass sie Unternehmen in über 100 Ländern der Welt nutzen.
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