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FinCEN-Files: Wie Mafiosi, Diktatoren und Waffenhändler ungehindert Geld verschieben. Auch in Österreich

Seit dem Wochenende sorgen die „FinCEN-Files“ für Aufregung – vor allem in der Bankenwelt. Verdächtige Geldgeschäfte im Ausmaß von 2 Billionen US-Dollar wurden bekannt. Auch österreichische Banken sind involviert.

Wenn ihnen Überweisungen ihrer Kunden verdächtig erscheinen, müssen Banken in den USA das melden. Und zwar der FinCEN, dem „Financial Crimes Enforcement Network“. So heißt die US-amerikanische Behörde zur Verfolgung von Finanzkriminalität. Das haben die Banken auch getan.  Anschließend haben sie die fragwürdigen Überweisungen allerdings durchgeführt und gut daran verdient. Insgesamt geht es um 2 Billionen US-Dollar. Sie riechen teils streng nach Korruption, Waffenschieberei, Drogenhandel, Diktatoren, Mafiosi und Ähnlichem.

Österreichische Banken dabei

Das geht aus den „FinCEN-Files“ hervor. Sie sind Teile der Aufzeichnungen der FinCEN über Meldungen verdächtiger Überweisungen zwischen 1999 und 2017. Die Daten stammen aus einem Untersuchungsausschuss gegen Donald Trump im Kongress. Unbekannte spielten sie den Medien zu. In Österreich sind der ORF und das Profil federführend an der Recherche beteiligt. Sie fanden heraus: Auch Banken aus Österreich waren scheinbar mit von der Partie. Konkret die UniCredit Bank Austria, Erste Group, Bawag, Raiffeisen Bank International, und der Österreich-Ableger der russischen VTB. Besonders häufig kommt die Meinl Bank in den Daten vor.

Die gesamte Geschichte gibt es im Profil nachzulesen.

NeueZeit Redaktion

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