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Der Klagenfurter Stadtsenat hat 200 neue Schulplätze mit ganztägiger Betreuung beschlossen. Sie sollen im September fertig sein. Auch auf Landesebene steht eine Bildungsreform bevor.
Rund 1.700 Schülerinnen und Schüler sind in Klagenfurt derzeit in Ganztagesbetreuung. „Der Trend geht ganz klar in diese Richtung“, sagt Bildungsreferent und Vizebürgermeister Philipp Liesnig (SPÖ).
Diesen Trend hat der Stadtsenat am Mittwoch in einen konkreten Beschluss zu baulichen Maßnahmen gegossen: Ab dem neuen Schuljahr stockt Klagenfurt weitere 200 Plätze für die Ganztagesbetreuung in Volks- und Mittelschulen auf. Der Ausbau der neuen Plätze startet schon jetzt und soll dann rechtzeitig zum Schulstart im September fertig sein.
In den Volksschulen Welzenegg, Rennerschule, Festung, Spitalberg, Viktring, Hörtendorf und Kreuzbergl werden insgesamt neun ganztätige Gruppen neu eingerichtet, in der Mittelschule St. Ruprecht entsteht eine neue Ganztages-Gruppe. Die insgesamt zehn Gruppen bieten dann Platz für 200 Schülerinnen und Schüler.
Die neuen Gruppen müssen auch ausgestattet werden. Sie brauchen etwa Bücher (15.000€), Musikinstrumente (20.000€) und Möbel (44.000€). Auch diverse Umbauten in den Schulgebäuden sind notwendig.
Insgesamt kosten die 200 neuen Ganztagesplätze rund 500.000€. Bis zu 70% davon übernimmt die Bildungsdirektion des Landes. Das Geld sei gut angelegt, sagt Liesnig: „Investitionen in die Bildung sind Investitionen in die Zukunft.“
Auch auf Landesebene steht ein Ausbau im Bereich der Kinderbildung bevor. Die SPÖ-ÖVP-Koalition ändert das sogenannte „Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz“. Landeshauptmann Peter Kaiser spricht gar von der „größten Reform im Bereich der Elementarpädagogik seit 1945“.
Ein Kernpunkt der Reform ist die schrittweise Reduzierung der Kindergarten-Gruppengrößen von derzeit 25 auf maximal 20 Kinder bis 2028.
Zudem soll die Arbeitszeit für Pädagog:innen auf 37 Wochenstunden reduziert und ihr Gehalt erhöht werden. Das sei eine „Wertschätzung gegenüber Pädagoginnen und Pädagogen“ und trage gleichzeitig dazu bei, den Job für Neu- und Quereinsteiger:innen attraktiver zu machen, so Kaiser.
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