Kärnten

Haus der Sicherheit: Wo Kärnten zeigt, wie Zusammenarbeit Leben rettet

Auf dem Areal des Landesfeuerwehrverbandes in Klagenfurt wurde das „Haus der Sicherheit“ eröffnet. Das Gebäude wurde um einen dritten Stock erweitert, sieben Einsatzorganisationen sind dort untergebracht. Die neuen Strukturen machen Abläufe effizienter, auch im Fall eines Blackouts.

Katastrophenschutzreferent Landesrat Daniel Fellner (SPÖ) eröffnete mit der symbolischen Schlüsselübergabe das Haus der Sicherheit in der Rosenegger Straße in Klagenfurt und übergab es offiziell jenen, die tagtäglich für Schutz und Sicherheit im Land sorgen.

Unter einem Dach arbeiten hier Freiwilligenorganisationen von der Wasser- und Bergrettung über den Zivilschutz und die Brandverhütung bis hin zu technischen Einsatzdiensten eng zusammen. Im Katastrophenfall garantiert dieses Netzwerk kurze Wege und unmittelbare Kooperation. Mit der jüngsten Erweiterung ist das gesamte Gebäude nun moderner, barrierefrei und technisch auf dem neuesten Stand: „Mit der Erweiterung des Hauses der Sicherheit investieren wir nicht nur in Räume, sondern in die Zukunft unserer Einsatzorganisationen und damit in die Sicherheit aller Kärntnerinnen und Kärntner“, betont Daniel Fellner.

Blackout-Vorsorge für bis zu 14 Tage gewährleistet

Landesfeuerwehrkommandant Rudolf Robin hob bei der Schlüsselübergabe hervor, dass die Bündelung aller Einsatzorganisationen an einem Ort die Zusammenarbeit im Ernstfall erheblich erleichtert. Durch den gemeinsamen Alltag entstehen eingespielte Abläufe, die in Krisensituationen entscheidend sein können.

Das Haus der Sicherheit verfügt über eine Blackout-Vorsorge für bis zu 14 Tage, wodurch auch bei Stromausfällen die Einsatzfähigkeit gewährleistet bleibt. Im Krisenfall tagt hier der Landeskrisenstab, um schnell und koordiniert reagieren zu können.v

Fellner: 2,2 Millionen Euro für moderne Sicherheit und Zusammenarbeit

Die Erweiterung des Hauses der Sicherheit umfasst rund 320 Quadratmeter zusätzliche Fläche auf der vierten Ebene des Gebäudes. Neben dem neu errichteten Obergeschoss wurden auch bestehende Bereiche umfassend saniert und barrierefrei, energieeffizient und mit modernster Gebäudetechnik ausgestattet.

Die Gesamtinvestition beträgt 2,2 Millionen Euro, davon stammen 1,4 Millionen Euro vom Land Kärnten. Landesrat Daniel Fellner dankte allen Beteiligten für Planung, Umsetzung und Kooperation während der Bauphase für das Gemeinschaftsprojekt im besten Sinn.

Ein Zentrum für alle Einsatzorganisationen Kärntens

Neben dem Kärntner Landesfeuerwehrverband mit Brandverhütungsstelle, Funk- und Atemschutzwerkstätte sind auch das Land Kärnten mit Katastrophenschutz, Freiwilligenzentrum und Lawinenwarndienst, sowie Wasserrettung, Bergrettung, Zivilschutzverband, Schwarzes Kreuz und die Österreichische Rettungshundebrigade im Haus der Sicherheit vertreten.

Für Landesrat Daniel Fellner steht beim Sicherheitsausbau der Mensch im Mittelpunkt:

Das erweiterte Haus der Sicherheit ist eine Schatzkiste. Ihr Wert liegt in den Menschen, die hier täglich für Schutz, Rettung und Hilfe sorgen. Sicherheit entsteht nicht durch Beton und Technik allein, sondern durch Gemeinschaft, Verlässlichkeit und echtes Miteinander.

Fellner unterstreicht damit seinen Ansatz einer modernen, menschennahen Sicherheits- und Katastrophenschutzpolitik, die das Ehrenamt stärkt und professionelle Strukturen ausbaut.

Blick in die Zukunft: Logistik- und Schulungszentrum geplant

Schon jetzt arbeitet Kärnten an der nächsten Etappe: Auf dem angrenzenden Areal ist ein neues Logistik- und Schulungszentrum geplant. So bündelt Kärnten Ausbildung, Technik und Einsatzlogistik noch mehr und stärkt seine Sicherheitsstrukturen für die Zukunft.

NeueZeit Redaktion

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Tags: Blackout Feuerwehr Kärnten Katastrophenschutz Sicherheit

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