LH-Stv.in Astrid Eisenkopf (m.) unternahm gemeinsam mit und LH a.D. Hans Niessl (2.v.l.), Bgm. a.D. Herbert Worschitz (2.v.r.), Vizebgm. Rainer Schmitl (4.v.l.) und weiteren Gästen eine Jubiläumsfahrt mit dem Hornsteiner E-Bus // Credits: SPÖ Burgenland
Schon vor zehn Jahren hat Hornstein dem Klimawandel den Kampf angesagt: Damals schickte die kleine Marktgemeinde den ersten mit Solarkraft betriebenen Elektro-Bus auf die burgenländischen Straßen. Dass der damalige Bürgermeister Wortschitz (SPÖ) auf’s richtige Pferd – äh Bus – gesetzt hat, zeigen auch die hohen Gaspreise. Gemeinsam mit ihm und dem ehemaligen Landeshauptmann Hans Niessl hat Umweltreferentin Astrid Eisenkopf (beide SPÖ) zur Feier eine „Jubiläumsfahrt“ unternommen.
Das Burgenland kann man österreichweit gesehen als Vorzeigebundesland bezeichnen, wenn es darum geht, klimaneutral zu werden. Bis 2030 will das östlichste Bundesland komplett energieunabhängig sein und seine gesamte Energie aus Photovoltaik, Sonne und Wind selbst erzeugen.
Den Anfang machte Hornstein, im Bezirk Eisenstadt-Umgebung. Schon seit zehn Jahren tourt der erste Elektro-Bus im Burgenland (der zweite in ganz Österreich) durch die kleine Marktgemeinde. Betrieben wird er nur mit Solarkraft. Zum 10-jährigen Jahrestag haben Umweltreferentin Astrid Eisenkopf (SPÖ), der ehemalige Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) und der frühere Bürgermeister von Hornstein Herbert Worschitz (SPÖ) eine Jubiläumsfahrt durch die 3000 Einwohner:innen Gemeinde unternommen.
Das Elektrofahrzeug wird von zwei austauschbaren Batterien angetrieben, in denen die Sonnenenergie gespeichert wird. Der verwendete Strom kommt vom Dach der Photovoltaikanlage des Blaulichtzentrums in Hornstein. Dort wird der Solarbus regelmäßig aufgeladen. Aber auch der Bus selbst hat am Fahrzeugdach eine kleine Anlage installiert.
„Bürgermeister a.D. Herbert Worschitz hat bereits vor einem Jahrzehnt mit diesem Pilotprojekt Mut bewiesen und einen großen Schritt in Richtung eines nachhaltigen, umweltfreundlichen Nahverkehrs gewagt“, lobte der ehemalige Landeshauptmann Niessl (SPÖ) den Mut der Hornsteiner:innen.
Der Krieg in der Ukraine hat deutlich gezeigt, wie abhängig wir von Energielieferungen aus Russland und anderen osteuropäischen Staaten sind. Die Kosten von Treibstoffen und Heizenergie schießen in die Höhe – Österreich muss also schnell handeln. Als hätten sie die hohen Gaspreise vorhergesehen, setzten die Hornsteinerinnen und Hornsteiner schon vor zehn Jahren auf das richtige „Pferd“. Um einen Beitrag für den Klimaschutz zu leisten, hat Hornstein als eine der ersten Gemeinden einen „Solarbus“ auf die burgenländischen Straßen geschickt.
Ob das Projekt des Solarbusses auch mit dem heutigen Bürgermeister Christoph Wolf (ÖVP) umgesetzt worden wäre, bleibt ungewiss. Immerhin ist der ehemalige Weggefährte von Ex-Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) nicht gerade bekannt für seine klimaneutrale Politik. So zum Beispiel wollte Wolf einen Sonnenenergie-Park in Hornstein verhindern. Er warnte vor „Bodenversiegelungen“. Hätte er bloß gewusst, dass für moderne Photovoltaikparks keine Böden versiegelt werden müssen.
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