Kärnten

Über 30.000 mal eingelöst: Reparaturbonus in Kärnten großer Erfolg

Stolze 30.285 mal wurde der Reparaturbonus in Kärnten bisher eingelöst. Unterstützt werden jegliche Reparaturen von Haushalts- bis Elektrogeräten. Bis zu 50 Prozent der Reparaturkosten kann man sich dabei zurückholen. Das macht etwas neu zu kaufen unattraktiv. Handys wurden mit großem Abstand am häufigsten repariert, gefolgt von Kaffeemaschinen, Geschirrspülern, Waschmaschinen und Laptops.

Unter dem Motto „Reparieren statt wegwerfen“ feiert der österreichweite Reparaturbonus seinen einjährigen Geburtstag. Geht die Waschmaschine kaputt, fällt einem das Handy ins Wasser oder will der Drahtesel nicht mehr fahren, kann man sich Unterstützung bei der Reparatur holen. Man erhält pro Reparatur eine Rückerstattung von bis zu 50 Prozent der Kosten, jedoch maximal 200 Euro. Ziel ist es, Elektroschrott zu vermeiden und die Bürgerinnen und Bürger finanziell zu unterstützen.

Reparaturbonus in Kärnten großer Erfolg, Bund ist nachgezogen

In Kärnten ist der Bonus schon länger Praxis. Das Land hat das Projekt schon während der Corona Pandemie gestartet, um die heimische Wirtschaft anzukurbeln und lokale Betriebe zu unterstützen. Die österreichweite Einführung des Reparaturbonus hat sich verzögert. Deshalb hat Kärnten das eigene Projekt sogar über die geplante Laufzeit hinaus erweitert. Im März 2022 hat dann der Bund die Initiative aufgegriffen und übernommen.

130 Millionen Euro für den Reparaturbonus

Den Reparaturbonus kann man sehr einfach beantragen. Man kann online einen Antrag erstellen und bekommt dann einen passenden Bon. Dabei gibt es schon für das Einholen eines Kostenvoranschlags eine Unterstützung von 30 Euro. Für die Suche nach einem passenden Fachgeschäft gibt es einen eigenen Reparaturführer, der die besten Betriebe in der Umgebung anzeigt. Hat man das Gerät erfolgreich repariert, bekommt man dann einen Teil zurückerstattet. Reparatur-Bons kann man bis 2026 so viele beantragen wie man will, so lange die Fördermittel noch nicht aufgebraucht ist.

Finanziert wird das Projekt von der EU Initiative „NextGenerationEU“ mit rund 130 Millionen Euro bis 2026. Ein großer Erfolg ist es schon jetzt. Über 30.000 mal wurde der Bonus alleine in Kärnten schon eingelöst. Bundesweit weit über 500.000 mal. Durch den Bonus sind vor allem Smartphones, aber auch diverse Haushaltsgeräte wieder funktionstüchtig geworden.

Erik Mehrle

Erik hat mit 16 mit Poetry Slams begonnen und so seine Liebe für's Schreiben entdeckt. Durch ein Praktikum ist er zur NeuenZeit gekommen - um zu bleiben. Neben seiner Arbeit als Redakteur hilft er uns bei jedem technischen Problem und managed im Hintergrund alles, damit unser Redaktionsalltag rund läuft. Wenn er nicht in der Redaktion ist, spielt er leidenschaftlich Schach und Poker, liebt Filme schauen und versucht sich im Programmieren - gerade lernt er die Programmiersprache Python.

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