Eine gute Sache geht in die Verlängerung: Kärnten verlängert seinen „Reparaturbonus“ bis 30. April 2022. Wer ein Haushalts-Elektrogerät wie eine Waschmaschine oder das Handy bei einem lokalen Betrieb repariert statt wegwirft, kann sich 50% der Reparaturkosten vom Land zurückholen.
Die Aktion startete während der Corona-Pandemie, um die Bevölkerung und die lokale Wirtschaft finanziell zu unterstützen. Denn der Bonus kann nur abgeholt werden, wenn ein regionaler Betrieb die Reparatur durchführt. Gleichzeitig hilft die Aktion der Umwelt, schließlich ist das Reparieren von Haushaltsgeräten ressourcenschonender als das ständige Wegwerfen und neue Produzieren von Waschmaschine, Geschirrspüler und Co.
Eigentlich hätte die türkis-grüne Bundesregierung den Reparaturbonus ab Jahresbeginn 2022 österreichweit ausrollen sollen. Daraus wurde nichts. Später hieß es, der bundesweite Bonus solle im April starten – aber auch dieses Zieldatum konnten ÖVP und Grüne nicht einhalten. Der Startschuss für den Österreich-Reparaturbonus soll nun mit 1. Mai erfolgen. Bis dahin hat Kärnten seinen eigenen Bonus abermals verlängert, „um einen nahtlosen Übergang zu gewährleisten“, sagt Umwelt-Landesrätin Sara Schaar (SPÖ).
Andere Bundesländer bieten mittlerweile keine Unterstützung mehr fürs Reparieren an: In Oberösterreich etwa lief der Reparaturbonus mit Jahresende 2021 aus, in Niederösterreich überhaupt schon 2020.
Kärntnerinnen und Kärntner können sich pro Jahr und Haushalt 50% der Reparaturkosten (bis zu maximal 100€) von Haushalts-Elektrogeräten rückerstatten lassen. Der Bonus kann online beantragt werden – die Rechnung der Reparatur muss mitgeschickt werden.
Alle lokalen Betriebe, die eine geförderte Reparatur durchführen, sind im „Reparaturführer“ aufgelistet. Dort sind bereits über 130 Reparaturbetriebe im ganzen Bundesland zu finden.
Der Kärntner Reparaturbonus läuft seit Juli 2020. Bis Mitte März 2022 sind über 8.000 Anträge eingegangen, über 600.000 Euro an Fördermittel wurden ausbezahlt. „Es freut mich sehr, dass Kärnten in diesem Bereich einmal mehr eine Vorreiterrolle einnehmen konnte und nun auch auf Bundesebene der Reparaturbonus eingeführt wird, wenn auch mit Verspätung“, sagt Umwelt-Landesrätin Schaar.
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