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Leserbrief: „Was die Regierung mit dem Klimabonus inszeniert, geht auf keine Kuhhaut“

„Als Staatsbürger und Wähler frage mich allen Ernstes: Wo ist da eigentlich der organisierte Staat? Wenn das Finanzamt Geld von mir haben will, findet man mich sofort. Aber bei der Überweisung des Klimabonus muss eine Fremdfirma her, die anscheinend zu wenig Knowhow hat und unser Geld kostet.“

Leserbrief von Franz Schramböck

Was diese Regierung seit der „Erfindung“ des 500€-Klimabonus alles inszeniert hat, geht auf keine Kuhhaut.

Vor Monaten verkündete der Bundeskanzler großspurig, man wolle alle ÖsterreicherInnen wegen der starken täglichen Preiserhöhungen mit einer Einmalzahlung von 500€ unterstützen. Ein kleines Körberlgeld, wenn man es übers Jahr durchrechnet.

Aber jetzt kommen die eingebauten Fallstricke:

„Die Auszahlung erfolgt ab sofort.“ Stimmt nicht. Eine externe Computerfirma wurde damit beauftragt – und der ist die Arbeit anscheinend über den Kopf gewachsen. Man beruhigt, es werden tagtäglich 300.000 Überweisungen erledigt. Bei der Zahl der Beziehungsberechtigten müsste die Aktion aber schon längst erledigt sein. Mitnichten, ständige neue Pannen haben es bis heute nicht ermöglicht.

Ich warte noch immer auf die Gutschrift.

Wer beim Finanzamt mit seinem Konto nicht aufscheint, bekommt einen RSa-Brief. Wenn der Briefträger kommt und niemand zu Hause ist, muss man persönlich zum Postamt, um den Brief abzuholen. Wenn das Angehörige machen, brauchen sie eine Post-Vollmacht des Bezugsberechtigten. Und diese kostet 20,40€! Jetzt ist der 500€-Klimabonus nur mehr 479,60€ wert.

Als Staatsbürger und Wähler frage mich jetzt allen Ernstes: Wo ist da eigentlich der organisierte Staat? Wenn das Finanzamt Geld von mir haben will, findet man mich sofort. Aber bei der Überweisung dieses „Körberlgeldes“ muss eine Fremdfirma her, die anscheinend zu wenig Knowhow hat und unser Geld kostet.

Lebt diese Regierung eigentlich schon im Computerzeitalter oder noch mit Tintenfass, Löschblatt und Schreibpult?

Komisch, bei den Parlamentssitzungen hat jeder von ihnen ein Handy oder einen Laptop, an denen sie ständig hängen und daher kaum am parlamentarischen Geschehen teilnehmen.

Darum heißt es auch Sitzung, denn sitzen tun sie alle. Manche von ihnen sind auch schon zu echten „Sesselklebern“ mutiert!

NeueZeit Redaktion

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