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In Mistelbach gibt es kein einziges MRT-Gerät für Kassenpatientinnen und -patienten. Als Notlösung übernimmt das Krankenhaus Mistelbach eine Handvoll Untersuchungen pro Monat mit dem MRT, das aber nur für Krankenhauspatienten bestimmt ist. Doch diese Vereinbarung läuft nur noch bis Ende Juni. Und die Landesregierung aus ÖVP und FPÖ will sie nicht verlängern.
Im gesamten Bezirk Mistelbach gibt es kein einziges MRT für Kassenpatientinnen und Kassenpatienten. Brauchen sie eine MRT-Untersuchung, haben die 76.000 Bewohnerinnen des Bezirks nur zwei Möglichkeiten: Entweder sie fahren nach Gänserndorf, Stockerau oder Wien. Oder sie zahlen die Untersuchung privat.
Denn es gibt zwar zwei MRT-Geräte im Bezirk, doch eines gehört einer Privatordination ohne Kassenvertrag. Das zweite ist für Spitalspatientinnen und -patienten reserviert. Seit einiger Zeit gibt es eine Notlösung für die Menschen im Bezirk: Das Krankenhaus Mistelbach übernimmt eine Handvoll MRT-Untersuchungen pro Monat. Doch die Vereinbarung läuft im Juni aus. SPÖ-Landtagsabgeordneter René Zonschits wollte sie verlängern. ÖVP und FPÖ haben das allerdings verhindert.
Eigentlich könnte es schon lange ein MRT für die Kassenpatientinnen und -patienten im Bezirk geben. Denn die Ordination, die das einzige MRT außerhalb des Krankenhauses Mistelbach betreibt, möchte einen Kassenvertrag. Lange Zeit sperrte sich die ÖGK dagegen, nun laufen Verhandlungen. Doch die werden noch einige Monate dauern.
Bis Juni läuft noch die Vereinbarung mit dem Krankenhaus Mistelbach. Sie brächte zwar nur ein paar Untersuchungstermine pro Monat, räumt Zonschits ein – aber das sei immerhin „besser als nichts“, meint der Landtagsabgeordnete. Deshalb hat er auch versucht, diese Vereinbarung zu verlängern. Doch die ÖVP und FPÖ sind dagegen und stimmten im Landtag gegen Zonschits‘ Antrag. Ab Juli müssen die Mistelbacherinnen und Mistelbacher deshalb wieder stundenlange Fahrten in Nachbarbezirke in Kauf nehmen, wenn sie eine MRT-Untersuchung brauchen.
Zonschits und SPÖ-Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig haben wenig Hoffnung, dass ÖVP und FPÖ doch noch für eine Übergangslösung für Mistelbach sorgen. Deshalb wollen sie den Druck auf die ÖGK erhöhen. Die Privatordination mit dem zweiten MRT im Bezirk soll möglichst schnell einen Kassenvertrag bekommen. Denn es sei für „für die Menschen im Bezirk Mistelbach unzumutbar, für jede MRT – und CT-Untersuchung eine stundenlange Autofahrt oder hohe Wahlarztkosten in Kauf zu nehmen“, so Königsberger-Ludwig.
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