In Oberösterreich stehen nur 8 Prozent der Fläche unter Naturschutz, im Österreich-Schnitt sind es fast doppelt so viel (15%). Thomas Antlinger (SPÖ) fordert jetzt vom zuständigen Landesrat Manfred Haimbuchner (FPÖ), auch in Oberösterreich die Natur ausreichend zu schützen. Konkret geht es um das Naturschutzgebiet Kalkalpen: Einer der wenigen Lebensräume des Luchses. Laut oberösterreichischem Nationalparkgesetz sollte der Park um die Gebiete der Haller Mauern und um das tote Gebirge vergrößert werden – bis heute steht die Erweiterung aus.
Vor 38 Jahren besetzte eine kleine Gruppe aus Naturschützern und Naturschützerinnen die Baustelle der Ennskraftwerke im Reichraminger Hintergebirge. Ihrem Einsatz verdanken die Österreicherinnen und Österreicher die Gründung des Naturschutzpark Kalkalpen. Anstatt des Pumpspeicherkraftwerks entstand 1997 Österreichs größtes zusammenhängendes Waldgebiet (20.850 Hektar) – einer der wenigen verbliebenen Lebensräume des Luchses.
Eigentlich sollte der Park stetig erweiter werden, doch das ist nie passiert – obwohl es im Gesetz festgeschrieben ist.
Im oberösterreichischen Nationalparkgesetzes (§1 Abs. 2, von 1996) ist klar festgelegt, dass der Naturschutzpark Kalkalpen um die Gebiet der Haller Mauern und um das tote Gebirge erweitert werden soll. Bis jetzt ist das jedoch nicht passiert. Das geht aus einer Anfrage der SPÖ an den Landeshauptmann-Stellvertreter Manfred Haimbuchner (FPÖ) hervor.
Woran also scheitert die Erweiterung?
Der oberösterreichische Rechnungshof haben der Nationalpark Kalkalpen GmbH in vielen Bereichen ein „schlechtes Zeugnis“ ausgestellt, so die Begründung Haimbuchners. Zuerst wolle man die Problemstellen beheben, bevor das Naturschutzgebiet „voreilig“ erweitert werde.
Probleme gäbe es vor allem mit den Grundeigentümern von Almen. Einige der Nutzungsverträge zwischen Park und Privateigentümer:innen sind 2020 ausgelaufen. So etwa die Verträge mit Puglalm und die Laussabaueralm. Beide wurden verkauft und haben neue Eigentümer, mit denen seitdem verhandelt wird, so Haimbuchner. Sollte es keine erneute Einigung geben, gehen dem Park eine von Fläche 125 Hektar – knapp 90 Fußballfelder – verloren.
In Oberösterreich sind gerade einmal 8 Prozent der Fläche geschützt. Der Österreich-Schnitt liegt jedoch bei 15 Prozent: also fast doppelt so hoch.
„Den Klimawandel ernst nehmen heißt auch, den Naturschutz stetig weiterzuentwickeln“, so Thomas Antlinger SPÖ-Naturschutzsprecher
Deswegen müsse das Land jetzt endlich handeln und die Fläche der Naturschutzgebiete verdoppeln, so Antlinger weiter. Eine gesetzliche Grundlage – zumindest im Fall des Kalkalpen Naturschutzparks – gibt es bereits.
Die Bauwirtschaft kämpft mit einer anhaltenden Hochbau-Flaute, gleichzeitig wächst der Bedarf an leistbaren Mietwohnungen. Genau…
Die SPÖ Niederösterreich präsentiert bei der heutigen Pressekonferenz den Energieschwerpunkt ihres „NÖ-Plans“. Dabei im Fokus:…
In Australien ist die digitale Sperrstunde für Unter-16-Jährige bereits Realität. Während dort Millionen Accounts gelöscht…
In St. Pölten wird diese Woche gewählt. Gleichzeitig steht die Zukunft des städtischen Bussystems LUP…
Die Wartezeiten auf Knie- und Hüftoperationen haben sich in Oberösterreich innerhalb von nur vier Jahren…
In der Stadtbibliothek Traiskirchen werden längst nicht nur Bücher verliehen: Seit 2022 kann man sich…