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Die OMV zahlt ihren Managern 6,2 Millionen Euro Sonderboni aus. Die verkaufen den Österreicherinnen und Österreichern Sprit und Gas besonders teuer und sorgen so für üppige Gewinne. Weil die einen im Geld schwimmen, können die anderen sich Heizen, Kochen und Tanken nicht mehr leisten. Franz Schnabl, der Chef der SPÖ Niederösterreich, fordert nun eine staatliche Mehrheit am Unternehmen. Die OMV soll verlässlich für die Gas- und Spritversorgung zu möglichst günstigen Preisen sorgen, statt Geld auf Kosten der Menschen in Österreich zu scheffeln.
Mineralölkonzerne wie die OMV und der Verbund haben heuer bereist 2,7 Milliarden Euro Übergewinn gemacht. Es heißt “Übergewinn”, weil sie im Vergleich zum Vorjahr übermäßig und ungewöhnlich hoch sind: allein der Verbund erzielte eine 150 % Steigerung der Einnahmen.
Jetzt zahlt die OMV seinen Managern auch noch einen Bonus von 6,2 Millionen für das Geschäftsjahr 2021. Es sei inakzeptabel, dass ein teilstaatlicher Konzern Millionen ausschüttet, während die Österreicher und Österreicherinnen nicht mehr wissen, wie sie ihre Rechnungen zahlen sollen, kritisiert Franz Schnabl, Chef der SPÖ Niederösterreich.
Der russische Angriffskrieg verknappt das Gasangebot und beschert der OMV gerade Übergewinnen auf Kosten aller Österreicher und Österreicherinnen. Schätzungen gehen von knapp 5,4 Milliarden Euro für 2022 aus. Sprit, Gas und Strom, alles wird teurer verkauft – der Konzern verdreifachte die Gewinnmargen seiner Raffinerien. Der Spritpreis kletterte zeitweise weit über die 2,00 Euro Marke.
Wieso die OMV nun Sonderboni an ihre Manager auszahlt, ist nicht nachvollziehbar: Denn die hohen Umsätze gingen nicht auf die besonderen Leistungen der Manager:innen zurück, sondern auf den Ukraine-Krieg und die hohen Gewinnmargen des Konzerns, betont SPÖ-Energiesprecher Alois Schroll.
Mit einer Sondersteuer auf die Rekordgewinne könnte die österreichische Bevölkerung entlastet werden. Strom, Gas, Sprit, Lebensmittel und Miete, all das müsse leistbar bleiben. Das Geld dafür liege bei den Energiekonzernen, so die SPÖ. Spanien, Portugal und Italien haben bereits Sondersteuern auf die Gewinne der Energiekonzerne beschlossen. Die Regierung aus ÖVP und Grüne bleibt bisher untätig. Sie lässt die Bevölkerung mit der Teuerung und den steigenden Energiepreisen allein.
„Mit diesen Übergewinnen, die auf dem Rücken der Österreicher*innen erwirtschaftet werden, müssen dringend Anti-Teuerungsmaßnahmen finanziert werden” fordert SPÖ-Energiesprecher Alois Schroll.
Auch eine Neuordnung der OMV sei denkbar. Mit einer staatlichen Mehrheit am Konzern könnte die Versorgungssicherheit der Österreicher:innen wieder in den Fokus der Energieversorgung gerückt werden – nicht wie bisher die Gewinnmaximierung.
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