Fünf von zehn Grundbesitzer:innen stufen einen Ganzjahresbetrieb des Kasbergs als unwirtschaftlich ein. Deswegen müssen die umliegenden Bewohner:innen seit mehreren Wochen um ihr Skigebiet vor der Haustür bangen. Bis Sommer sollen nun Lösungen für Gastronomie und Nahversorger:innen her. Forderungen nach alternativen Tourismuskonzepten, die von der Jahreszeit unabhängig sind, werden lauter.
Vor einer Woche wurde der Saisonskibetrieb am Kasberg beendet. Ob das die letzte Saison war, ist noch offen. Am 2. März haben fünf von zehn Grundstücksbesitzer:innen in einem Schreiben an die Gemeinde Grünau einem Ganzjahresbetrieb auf dem Kasberg eine Absage erteilt. Und das obwohl die umliegenden Gemeinden und deren Bewohner:innen weder auf ihr Skigebiet, noch auf den Sommerbetrieb der Bergbahnen verzichten wollen.
Mit dem möglichen Ende des beliebten Familienskigebiets und der Einstellung der finanziellen Unterstützung seitens des Landes Oberösterreich steht viel auf dem Spiel. Ein endgültiges Aus würde massive Verluste für die Almtalbahn, die Gastronomie, aber vor allem für sämtliche Nahversorger:innen bedeuten. Man vergesse auf unzählige Unternehmer:innen und daran gekoppelte Arbeitsplätze, betont beispielsweise der Sozialdemokratische Wirtschaftsverband.
In Grünau fand deswegen gemeinsam mit Bürgermeister Klaus Kramesberger eine Kundgebung zum Erhalt des Skigebiets statt. SP-Landesparteivorsitzender und Gemeindereferent Michael Lindner zeigte sich mit den Menschen vor Ort solidarisch:
„Die Menschen und die Gemeinde stehen hinter einem Erhalt des Skigebiets. Daher ist es umso wichtiger, mit den Grundeigentümern rasch in den Dialog zu treten, um Lösungen zu finden. Alle wichtigen Vertreter:innen aus Politik sowie Expert:innen müssen gemeinsam Lösungen zur Stärkung und Weiterentwicklung der Winterskigebiete in Richtung Ganzjahres-Tourismus ausarbeiten!“, so Lindner.
Ein Prüfbericht des oberösterreichischen Landesrechnungshofs vom 14. März 2023 stellt fest, dass das Skigebiet Kasberg ohne die Verlustabdeckungen durch das Land Oberösterreich nicht überlebensfähig wäre.
Seitens der Eigentümer-Gemeinden nehmen die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden Gespräche mit den fünf Grundbesitzern auf. Darin soll ausgelotet werden, welche Möglichkeiten der touristischen Nutzung seitens der Grundbesitzer überhaupt noch bestehen. Oder ob die Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher womöglich um „ihren Kasberg“ gänzlich umfallen.
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