Die Kärntner Landesregierung investiert insgesamt eine Million Euro in Spielplätze. Wie die neuen Spielflächen aussehen und welche Projekte genau gefördert werden sollen, das bestimmen die jüngsten Bürgerinnen und Bürger selbst. Das Land lässt 16 Kinder-Juroren zwischen sieben und elf Jahren über die neuen Spielplätze entscheiden – sie sind schließlich auch diejenigen, die die Rutschen, Sandkisten und Schaukeln dann nutzen. Motto: „Kinder an die Macht!“
„Wir haben die strengste Jury Europas“, sagt Gemeindereferent Daniel Fellner (SPÖ). „Es sind absolute Expertinnen und Experten, was Mobilität, Motorik und Konfliktlösungsstrategien betrifft – unsere Kinder.“
Je acht Mädchen und Buben dürfen darüber entscheiden, wie ihre Spielplätze künftig aussehen sollen. Die Kinder-Juroren bewerten eingereichte Pläne aus ihren Augen. Das Siegerprojekt bekommt 30.000 Euro Förderung, das Zweitplatzierte 20.000 Euro. Die 20 nächstplatzierten Einreichungen erhalten jeweils 5.000 Euro Kärntner Landes-Förderung.
Ziel: Die neuen Spielplätze sollen so konstruiert sein, dass Kinder gerne darin spielen. Ob die neuen Spielflächen Erwachsenen gefallen, ist zweitrangig.
Insgesamt investiert die Landesregierung mit einer „Spielplatz-Offensive“ eine Million Euro in die Sanierung und den Neubau von Spielplätzen im ganzen Bundesland. Gefördert werden sowohl Gemeinden als auch der gemeinnützige Wohnbau – beide Seiten bauen dann die neuen Spielflächen.
Das Land Kärnten fördert eine ganze Bandbreite an Spielplatz-Elementen: das Herstellen von Sandflächen inklusive Sonnenschutz, Wasserentnahmestellen, die Anschaffung von Spielgeräten sowie die Errichtung von Erlebnisflächen wie Spielhügeln, Kriechtunneln oder Baumstämmen. Das Land erstattet 60% der Sanierungs- oder Errichtungskosten zurück – bis zu maximal 18.000 Euro pro Spielplatz. Für die Planungskosten gibt es einen zusätzlichen Zuschuss von 2.000 Euro. Gemeinnützige Bauvereinigungen und Gemeinden können ihre Projekte bis Ende 2023 einreichen.
Darüber hinaus vergeben die jüngsten Kärntnerinnen und Kärntner eine Extra-Förderung – sie sind schließlich auch diejenigen, die die Spielplätze dann nutzen. In der Jury sitzen insgesamt 16 Kinder zwischen sieben und elf Jahren aus allen Kärntner Bezirken. Die Hälfte davon sind Mädchen, die Hälfte Buben. Die Spielplatz-Juroren können sich ab jetzt bis Sommer beim Land bewerben. Im September nimmt die Kinder-Jury dann ihre Arbeit auf.
Für Landeshauptmann Peter Kaiser ist das Projekt „einer der innovativsten Schritte in einer proaktiven Politik für Kinder in diesem Land. Die Besonderheit dabei ist die Jury, die aus Kindern besteht, was bedeutet, dass bereits die Planung mit den Augen und dem Empfinden von Kindern erfolgt.“ Das sei ein ganz neuer und faszinierender Weg, der sich einreihe in die Bemühungen, Kinder und Jugendliche sehr früh zur Partizipation und Mitgestaltung einzuladen.
Als weiteren Meilenstein auf dem Weg zur kinderfreundlichsten Region hob der Landeshauptmann das Kärntner Kinderstipendium hervor, das den Zugang zu frühester Bildung ohne finanzielle Hürden ermögliche. „Ab 1. September 2022 wird es eine Erhöhung geben, es werden 100 Prozent der durchschnittlichen Kosten für Kinderbildungs- und -betreuungsplätze refundiert“, sagt Kaiser.
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