St. Andrä und deren Bürgermeisterin Maria Knauder (SPÖ) suchen für die ältere Bevölkerung eine engagierte Person, die sie wieder im Alltag begleitet. // Bildcredits: Stadtgemeinde St. Andrä
Ein Aufruf für Zusammenhalt: Nachdem ÖVP, FPÖ und Team Kärnten ein beliebtes Pflegeprojekt samt 20h-Pflegekoordinatorin abgedreht haben, will die Stadtgemeinde nicht aufgeben. St. Andrä und deren Bürgermeisterin Maria Knauder suchen für die ältere Bevölkerung eine engagierte Person, die die Pensionist:innen wieder im Alltag unterstützt und Helfer:innen koordinieren kann. Gemeinsam mit dem Land Kärnten will die Gemeinde für vorerst 8 Monate eine Zwischenlösung bereitstellen.
Es klingt wie ein Weihnachtskrimi: Für drei Jahre waren die Pflegekoordinatorin Christina Unterberger und ihre ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer für die ältere Bevölkerung in St. Andrä und der Partnergemeinde St. Paul im Einsatz. Sie sind den Pensionistinnen und Pensionisten bei alltäglichen Fragen zur Seite gestanden, haben Angehörige begleitet und Hilfe bei Behördenwegen angeboten. Einmalig dabei: „Die Pflegekoordination war eine Begleitung für Pensionist:innen und deren Angehörige im Alltag. Im Gegensatz zu anderen Pflegeprojekten waren sie und ihre Helfer:innen nicht ausschließlich für die gesundheitliche Versorgung im Einsatz“, erzählt Frau Unterberger der NeuenZeit.
Doch dann drehten ÖVP, FPÖ und Team Kärnten das beliebte Pflegeprojekt plötzlich ab:
„Jetzt stehen viele Pensionistinnen und Pensionisten von St. Andrä wieder allein da, vor allem jene deren Familien nicht im selben Ort leben“ erzählt die ehemalige Pflegekoordinatorin Frau Unterberger.
Über 1000 Kontakte zur lokalen Bevölkerung können Frau Unterberger und ihr Team vorweisen. Für ÖVP, FPÖ und Team Kärnten kein Argument. Sie stampften das allseits beliebte Pflegeprojekt im Gemeinderat mit nur einer Stimme Vorsprung ein. Nun krempelt die Bürgermeisterin und gelernte Intensivkrankenschwester Maria Knauder (SPÖ) die Ärmel hoch. Sie ruft qualifiziertes Pflegepersonal auf, sich bei ihr zu melden.
„Wir wollen die ältere Bevölkerung nicht im Regen stehen lassen. Wir suchen daher wieder eine Person, die für die älteren Menschen bei uns da sein möchte und weiterführt, was Pflegekoordinatorin Frau Unterberger die letzten Jahre hervorragend gemeistert hat: Die ältere Bevölkerung und deren Familien im Alltag und vor allem direkt bei ihnen zuhause zu unterstützen.”
Wenn ÖVP, FPÖ und Team Kärnten das Pflegeprojekt für die ältere Bevölkerung nicht fortsetzen wollen, werde sie andere Wege finden, um die ältere Bevölkerung auch weiterhin zu unterstützen. Aktuell ist Bürgermeisterin Knauder mit dem Land Kärnten in Gesprächen eine oder einen neuen Pflegekoordinator für vorerst acht Monate einzustellen.
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