Österreich

3 von 4 halten die Regierung für nicht handlungsfähig – Meinungsforscher: „Viel schlechter geht´s nicht mehr“

Drei von vier Österreichern halten die türkis-grüne Regierung nicht mehr für handlungsfähig. Das zeigt eine neue Umfrage des Forschungs-Instituts „Unique Research“. Und nur mehr drei Prozent der Befragten haben „großes Vertrauen“ in ÖVP und Grüne. Meinungsforscher Peter Hajek: „Viel schlechter geht es nicht mehr.“

„Wie groß ist Ihr Vertrauen in die Handlungsfähigkeit der Regierung?“ Diese Frage stellte das Meinungsforschungsinstitut „Unique Research“ 500 Befragten im Auftrag der „Heute“-Zeitung. Das Ergebnis der Umfrage: Nur mehr drei Prozent der Österreicherinnen und Österreicher haben „großes Vertrauen“ in ÖVP und Grüne.

„Viel schlechter geht es nicht mehr“, sagt Meinungsforscher Peter Hajek zu seiner Studie.

„Unique Research“-Umfrage für „Heute“: 3 von 4 haben kein Vertrauen in ÖVP & Grüne

Immerhin noch 22 Prozent der Befragten haben „etwas Vertrauen“ in die Bundesregierung. Fast drei von vier Österreicherinnen und Österreichern haben hingegen kein Vertrauen mehr in die Handlungsfähigkeit von Türkis-Grün.

Am größten ist die Zustimmung wenig überraschend noch bei den ÖVP-Wählern. Von ihnen haben 81 Prozent nach wie vor Vertrauen in die Regierung, allerdings auch nur mehr 16 Prozent „großes Vertrauen“. Nur 58 Prozent der Grünen-Anhänger vertrauen der Bundesregierung, in der ihre eigene Partei als Junior-Koalitionspartnerin sitzt.

Wählerinnen und Wähler der Oppositionsparteien stellen ÖVP und Grünen durchgehend ein vernichtendes Zeugnis aus. Nur acht von hundert FPÖ-Fans halten die Regierung überhaupt noch für handlungsfähig. Bei SPÖ- (22 Prozent) und NEOS-Anhängern (26 Prozent) sind es etwas mehr.

Corona-Management & ÖVP-Inseraten-Affäre als Gründe für Vertrauensverlust

Ein Grund für den dramatischen Vertrauensverlust in ÖVP und Grüne dürfte das Corona-Management von Türkis-Grün sein. 61 Prozent der 16- bis 29-Jährigen sagen, die Regierung bringt in Sachen Pandemie-Bekämpfung nichts mehr zustande. Bei den 30- bis 59-Jährigen sind sogar drei Viertel dieser Meinung, bei den über 60-Jährigen sind es 71 Prozent.

Und auch die Ermittlungen gegen Ex-Kanzler Sebastian Kurz haben das Vertrauen in die Regierung beschädigt. Kurz und seiner Gefolgschaft wird vorgeworfen, mit Steuergeld Umfragen gefälscht und mit Inseraten Berichterstattung gekauft zu haben – es gilt die Unschuldsvermutung. Nach Bekanntwerden der Inseraten-Affäre stürzte der Ex-Kanzler im Polit-Ranking ab. 71 Prozent haben eine negative Meinung von Kurz – das ist der schlechteste Wert aller Zeiten für einen Spitzenpolitiker.

NeueZeit Redaktion

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