Bild: Unsplash/mana5280
Biber, Seeadler und Wolf waren so gut wie ausgestorben. Nur noch einzelne Tiere lebten in entlegenen Winkeln des Kontinents. Heute haben sie sich einen Großteil Europas zurückerobert, die Bestände erholen sich. Für zahlreiche ÖVP-Politikerinnen und -Politiker ist klar, was zu tun ist: Sie greifen zum Jagdgewehr und wollen Schutzbestimmungen lockern.
Die Wildtiere erobern Europa zurück: Wölfe, Seeadler, Biber und Braunbären galten in Europa als so gut wie ausgestorben. Schutzprogramme lassen ihnen nun die Luft für ein Comeback. Das zeigt der Bericht „Rewildering Europe“. Er erfasst seit 2013 Jahr für Jahr, wie es um die Wildtiere auf unserem Kontinent steht.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es gerade noch 1200 Europäische Biber auf dem gesamten Kontinent. Heute sind es wieder fast 1.3 Millionen. Ihr Siedlungsgebiet haben sie seit 1955 verachtfacht. Am Beispiel der Biber zeigt sich auch das Erfolgsrezept. Denn es sind nicht nur Wiederansiedlungs- und Schutzprogramme, die ihnen zum Comeback verholfen haben.
Über Jahrhunderte hatte der Mensch ihren natürlichen Lebensraum besiedelt und verwüstet: Flüsse wurden reguliert, Auen trocken gelegt und verbaut. Zusätzlich jagte man Biber. Tierschützerinnen und Tierschützer haben seitdem durchgesetzt, dass sie einerseits für Jäger Tabu sind. Andererseits haben Biber durch Schutzgebiete und renaturierte Gewässer wieder Lebensräume. Den Rest machen sie selbst. Sobald sie vom Menschen die Chance kriegen, erobern sie sich ihr Zuhause zurück.
Und damit sind die Biber nicht allein: In den 1970ern lebten nur noch einzelne Graue Wölfe in Europa – sie galten auf unserem Kontinent als de facto ausgestorben. Anfangs wurden Schutzprogramme belächelt – doch heute sind wieder rund 17.000 Wölfe in 28 europäischen Staaten unterwegs.
Auch ihnen machte neben immer kleineren Lebensräumen vor allem die Jagd auf sie zu schaffen. Sie galten Bauern als Schädlinge, die Tiere reißen und Menschen bedrohen. Und kaum beginnen sich zu erholen, wollen ÖVP-Politiker sie schon wieder zu Abschuss freigeben. Denn Landwirte beklagen Wolfsrisse vor allem bei Schafsherden. Dabei gebe es einfache Rezepte dagegen: Herdenschutzhunde bewahren Schafe zuverlässig vor Wölfen. Auch Herdenschutzzäune würden helfen. Doch ÖVP-Politikerinnen und -Politiker im ganzen Land wünschen sich eine andere Lösung: Wölfe erschießen.
National und auf EU-Ebene versucht die Bundesregierung von ÖVP und Grünen deshalb hartnäckig, die Schutzbestimmungen aufzuweichen.
Den Seeadlern wiederum machten neben immer kleineren Lebensräumen und schießwütigen Jägerinnen und Jägern vor allem Pestizide zu schaffen. Über Beutetiere gelangen sie auch in den Organismus der Raubvögel – und töten sie langsam.
Ein Bündel aus Schutzprogrammen und Pestizidverboten gab den Seeadlern die Chance, wieder Fuß zu fassen: in den letzten Jahrzehnten hat sich ihr Bestand mehr als vervierfacht.
Die Bauwirtschaft kämpft mit einer anhaltenden Hochbau-Flaute, gleichzeitig wächst der Bedarf an leistbaren Mietwohnungen. Genau…
Die SPÖ Niederösterreich präsentiert bei der heutigen Pressekonferenz den Energieschwerpunkt ihres „NÖ-Plans“. Dabei im Fokus:…
In Australien ist die digitale Sperrstunde für Unter-16-Jährige bereits Realität. Während dort Millionen Accounts gelöscht…
In St. Pölten wird diese Woche gewählt. Gleichzeitig steht die Zukunft des städtischen Bussystems LUP…
Die Wartezeiten auf Knie- und Hüftoperationen haben sich in Oberösterreich innerhalb von nur vier Jahren…
In der Stadtbibliothek Traiskirchen werden längst nicht nur Bücher verliehen: Seit 2022 kann man sich…