Mehr als ein Drittel der Burschen und 62% der Mädchen leiden in der Corona-Krise an depressiven Symptomen. Kärnten will junge Menschen in psychischen Krisen jetzt dort abholen, wo man sie am besten erreichen kann: online. Das Internet-Portal „Wir helfen Dir“ unterstützt Jugendliche in Kärnten mit anonymem Rat und schneller Hilfe.
„Je länger die Corona-Krise andauert, desto größer werden die psychischen Belastungen. Kindern und Jugendlichen fehlen die sozialen Kontakte. Ihnen fällt die Decke auf den Kopf, Konflikte mit Eltern sind vorprogrammiert. Erschöpfung, Ängste, Essstörungen – das Spektrum ist groß.“ So begründet Gesundheitsreferentin Beate Prettner (SPÖ) die neue Kärntner Initiative „Wir helfen Dir!“.
Das Projekt richtet sich besonders an junge Menschen und soll sie dort abholen, wo man sie in Pandemiezeiten am besten erreichen kann: online. Jugendliche können sich über das Internet-Portal „wir-helfen-dir.at“ völlig anonym Rat und Hilfe holen. Die Jugendlichen finden dort Tipps und Hilfe für verschiedene Gefühlslagen.
Auch wohnortnahe Kontakte zu Einrichtungen, die helfen können, werden angegeben. Genauso wie die Krisenhotline 142, an die sich Jugendliche in psychischen Krisen jederzeit wenden können.
Während in den ersten Coronamonaten des Jahres 2020 die Zahlen im Bereich der psychischen Gesundheit, im Themenfeld der Süchte und im Bereich der Suizide zurückgegangen ist, steigen sie mit Fortdauer der Coronakrise nun wieder deutlich an. Die Anzahl der Suizide in Kärnten befindet sich derzeit wieder auf Vor-Krisen-Niveau.
Österreichweit liefert eine neue Studie der Donau-Uni Krems erschreckende Ergebnisse. 62% der Mädchen und mehr als ein Drittel der Burschen im Alter von 14 bis 20 Jahren leiden momentan an „mittelgradig depressiven Symptomen“.
Das Kärntner Projekt „Wir helfen Dir!“ soll dem entgegen wirken. „Wir wollen diese jungen Menschen bei ihren emotionalen Krisen und ihren Problemen abholen“, sagt Gesundheitsreferentin Prettner.
Parallel zum Online-Angebot der Initiative starten im Jänner Workshops in Schulen zu den Themen Krisen-, Stress- und Trauerbewältigung. Auch Fortbildungen für Pädagoginnen und Pädagogen, die mit Kindern arbeiten, sind geplant.
Im kommenden Jahr soll Kärnten außerdem vier psychiatrische Ambulatorien bekommen – zwei für Kinder und zwei für Erwachsene, jeweils in Klagenfurt und Villach.
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