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Die neue Bio-Weideverordnung der EU könnte zahlreiche heimische Bio-Landwirt:innen in die Knie zwingen. Denn im Burgenland gibt es zu wenige Weideflächen. Lenkt die EU nicht ein, müssen viele vorbildliche Bio-Betriebe wieder auf konventionelle Landwirtschaft umstellen. Die burgenländische Landeshauptmann-Stellvetreterin Astrid Eisenkopf setzt sich deshalb in Brüssel für Vorgaben ein, die auch für burgenländische Bio-Bauern und Bäuerinnen umsetzbar sind.
Wegen der neuen Bio-Weideverordnung der EU müssen womöglich zahlreiche burgenländische Bio-Bauern ihre Betriebe wieder auf konventionelle Landwirtschaft umstellen. Denn sie schreibt vor, dass Kühe, Schafe und Ziegen zwischen April und Oktober, wann immer es möglich ist, Zugang zu Weideflächen haben müssen.
Das macht es den Bio-Bauern im Burgenland schwer: Denn die Landwirtschaft im Bundesland ist auf Weinbau ausgerichtet. Weideflächen sind Mangelware. Die Regelung sei im Burgenland nicht praxistauglich, kritisiert deshalb Landeshauptmann-Stellvertreiterin Astrid Eisenkopf. Für sie ist klar: „Die Vorgaben der EU müssen an lokale Bedingungen angepasst und für unsere Betriebe umsetzbar sein“.
Das verdeutlichte sie Anfang März auch dem zuständigen EU-Kommissar Agrarkommissar Janusz Wojciechowski in Brüssel. Ihm sei die Problematik bekannt, er habe auch Verständnis für die Situation der Bio-Landwirt:innen im Burgenland gezeigt. Eisenkopf ist wichtig, „dass wir dieses Bewusstsein noch einmal hergestellt haben und hier noch einmal für diese Thematik sensibilisieren konnten.“
Derzeit fallen im Burgenland insgesamt 147 Bio-Betriebe unter die Weideverordnung. Die Biowende sei in Gange und das Burgenland beim Biolandbau „Spitzenreiter in Europa“, berichtet der Spitzenkandidat der burgenländischen SPÖ-Bauern Michael Glauber. Ihm und seiner Fraktion in der Landwirtschaftskammer gehe es darum, die Kleinstrukturiertheit der Betriebe im Burgenland zu erhalten. Denn sie würden dadurch auch zur ökologischen Vielfalt beitragen.
Die SPÖ-Bauern besetzen derzeit 8 der insgesamt 32 Mandate in der burgenländischen Landwirtschaftskammer. Diese Zahl wollen sie bei der anstehenden Landwirtschaftskammerwahl am 26. März zumindest halten – wenn nicht dazugewinnen. Insgesamt sind 60.000 Burgenländerinnen und Burgenländer wahlberechtigt.
Glauber ist vor allem die gesamtgesellschaftliche Bedeutung der Bauern und Bäuerinnen wichtig. Sie stünden für eine „nachhaltige Landwirtschaft, die fruchtbare Böden und somit gesunde Nahrungsmittel für die Zukunft sichert“.
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