Burgenland

Burgenland investiert 425.000 Euro gegen Flur- und Waldbrände

Das Burgenland rüstet gegen Flur- und Waldbrände auf. Weil Brände infolge von langen Trockenphasen immer öfter vorkommen, schult das Burgenland 2000 Feuerwehrleute und versorgt 60 Feuerwehrstützpunkte mit neuer Ausrüstung. Auch Drohnen kommen zum Einsatz. In den nächsten fünf Jahren sollen insgesamt 20 Millionen Euro in den Katastrophenschutz fließen.

Der Hochsommer steht vor der Tür und damit auch lange anhaltende Dürrephasen. Diese können schnell zu einer Waldbrandkatastrophe führen, wie es aktuell zum Beispiel in Kanada der Fall ist. Um Vergleichbares in Österreich zu verhindern, errichtet das Burgenland spezielle Stützpunkte, um die Waldbrandgefahr zu minimieren. 40 Einheiten werden voll aufgerüstet und 20 Einheiten als ergänzende Unterstützung eingesetzt. Diese liefern zum Beispiel benötigte Ausrüstung schnell an den Einsatzort. Für neue Ausrüstung wie Chemikalienschutzanzüge oder Waldbrandschläuche stellt das Land 425.000 Euro zu Verfügung.

Burgenland bildet 2000 Feuerwehrleute aus

Mit der neuen Ausrüstung kommt auch ein eigenes Schulungskonzept. Damit im Ernstfall alles funktioniert, bildet das Burgenland 2000 Feuerwehrleute fachgerecht aus. Die Bezirksausbilder wurden bereits geschult. Jetzt sollen sie das Wissen in ihren Bezirken weitergeben. Im letzten Jahr gab es durchschnittlich 20 Einsätze pro Tag im gesamten Burgenland. Das ergab rund 110.000 Einsatzstunden. Durch eine umfassende Ausbildung sollen die Einsätze bald noch professioneller ablaufen. Das ist auch Landesfeuerwehrreferent, Landesrat Heinrich Dorner wichtig:

„Für mich gibt es drei wesentliche Punkte, die eine wichtige Rolle im burgenländischen Feuerwehrwesen darstellen: Die Ausrüstung der Freiwilligen Feuerwehren, bestmögliche Ausbildung und Schulung sowie der Mensch selbst, damit das Zusammenspiel perfekt funktioniert.“

Drohnen für mehr Brandschutz im Burgenland

Auch in der Luft trifft man Vorbereitungen gegen Waldbrände. Im Rahmen eines Pilotprogramms starten an den Standorten Rust und Pinkafeld jeweils ein Drohnen-Stützpunkt. Diese sollen die burgenländische Feuerwehr unterstützen. Das Projekt läuft bis Ende 2023. Danach wird ein Team das Projekt evaluieren und bei Bedarf anpassen. „In jedem Bezirk soll ein Drohnenstützpunkt eingerichtet werden“, so Feuerwehrreferent Dorner. In den nächsten fünf Jahren sollen insgesamt 20 Millionen Euro in den Katastrophenschutz fließen.

Erik Mehrle

Erik hat mit 16 mit Poetry Slams begonnen und so seine Liebe für's Schreiben entdeckt. Durch ein Praktikum ist er zur NeuenZeit gekommen - um zu bleiben. Neben seiner Arbeit als Redakteur hilft er uns bei jedem technischen Problem und managed im Hintergrund alles, damit unser Redaktionsalltag rund läuft. Wenn er nicht in der Redaktion ist, spielt er leidenschaftlich Schach und Poker, liebt Filme schauen und versucht sich im Programmieren - gerade lernt er die Programmiersprache Python.

Ähnliche Artikel

  • Frauen

Raves in Wien: Die musikalische Renaissance einer Stadt

Ob in verlassenen Industriehallen oder Open-Air-Locations mitten in der Stadt – Raves verwandeln ganz Wien…

3. April 2025
  • Niederösterreich

Niederösterreich: Gesundheitsplan 2040+ ist da, alles Wichtige hier

Der neue Gesundheitsplan 2040+ für Niederösterreich ist da. Das hat der Landtag fast einstimmig beschlossen.…

2. April 2025
  • Österreich

Pflegeregress vor Comeback? Will ÖVP-Bürgermeister wieder ans Privatvermögen? – Kritik wächst

Wer heute ins Pflegeheim muss, muss nicht mehr fürchten, Haus oder Erspartes zu verlieren –…

31. März 2025
  • Kärnten

Gefahr im Netz: Handyführerschein soll Cybermobbing bekämpfen

Ein Navi im Netz - das soll der neue Handführerschein für Kinder und Jugendliche sein.…

28. März 2025
  • Gesellschaft

„Letzte Runde?“ – Wie Österreichs Wirtshauskultur am Leben bleibt!

Österreichs Wirtshauskultur steckt in der Krise: Immer mehr Gemeinden verlieren ihren letzten Treffpunkt, immer mehr…

28. März 2025
  • Fokus Arbeit

Das bringt dir eine Arbeitsstiftung: Vier Jahre unterstützte Jobsuche und Zeit für berufliche Umorientierung

Wenn Unternehmen zusperren, stehen die Arbeiter:innen vor dem Nichts - außer es gibt eine Arbeitsstiftung.…

27. März 2025