Die Steiermark unterstützt alle jene Künstlerinnen und Künstler, die von der Bundesregierung im Stich gelassen wurden, mit einem Corona-Härtefonds. Um die Kulturszene im ländlichen Raum wieder in Schwung zu bringen, tourt SPÖ-Kultursprecher Hannes Schwarz mit „Clubgesprächen“ durch die Regionen.
Kultur ist gerade im ländlichen Raum wichtig. Sie belebt die Region, schafft Arbeitsplätze und verhindert Abwanderung. Durch die Corona-Pandemie hat sich die Situation für viele Kulturschaffende in der Steiermark jedoch zugespitzt. Vor allem außerhalb von Graz kämpfen viele von ihnen ums Überleben. Ihr Verschwinden wäre gleichbedeutend mit einem Verlust an Lebensqualität im ländlichen Raum.
Das Land Steiermark hat zur Unterstützung der Kulturszene einen Corona-Härtefonds eingerichtet. SPÖ-Klubchef Hannes Schwarz ist seit April auf Regionstour, um herauszufinden, wie das Kulturleben am Land nachhaltig gesichert werden kann.
Nach über einem Jahr voller Einschränkungen kehrt das normale Leben langsam wieder in die Steiermark zurück. Drei Lockdowns sind jedoch an der steirischen Kulturszene nicht spurlos vorbeigegangen. Während der Neustart in Graz bereits vollzogen wurde, tut man sich in den ländlichen Regionen schwerer.
Für Johannes Schwaiger, den Vorsitzenden des obersteirischen Kulturvereins „Steirische Eisenstraße“ gleicht der Alltag derzeit „einem Improvisationstheater“. Besonders schwierig ist der Kulturbetrieb im ländlichen Raum für Frauen. Die in Murau tätige Kulturmanagerin Gunilla Plank sieht die Sache so: „Als Frau in der Kulturarbeit am Land ist man das letzte Glied in der Nahrungskette. Wir sind nicht dabei: Man braucht sich nur die Frauenquote in Gemeinderäten oder bei Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern anzusehen“. Sowohl Schwaiger als auch Plank sind jedoch fest entschlossen, den Kulturbetrieb wieder aufzunehmen.
Beim Neustart des Kulturlebens ist vor allem der ländliche Raum auf Unterstützung des Landes Steiermark angewiesen. Mit 62 Millionen Euro unterstützt die Regierung daher die Kulturschaffenden. Außerdem hat das Land einen steirischen Corona-Härtefonds geschaffen, der jenen Künstlerinnen und Künstlern hilft, die vom Bund im Stich gelassen werden.
Um die Kultur in der Region nachhaltig zu sichern, bedarf es aber längerfristiger Maßnahmen. Für den steirischen SPÖ-Klubobmann und Kultursprecher Hannes Schwarz ist klar, dass dafür auf die Bedürfnisse der Kulturszene vor Ort eingegangen werden muss. Deshalb ist er seit April im Rahmen der „Clubgespräche“ auf Tour durch die Steiermark. Bisher führte Schwarz Gespräche mit Kulturschaffenden aus den Regionen Obersteiermark West und Ost.
Die erste Station der roten „Clubgespräche“ fand in Leoben statt. Mit dabei war auch Kulturmanager Johannes Schwaiger. Laut ihm sind die Menschen „übersättigt von virtueller Kultur“ und warten darauf „wieder losstarten zu können“. Die regionale Kulturszene sei alles in allem „stark genug“ um Krisen zu überdauern. Der Kulturmanager betonte aber auch, dass Hilfe vom Land nötig sei.
Die nächste Station der „Clubgespräche“ geht am 24. Juni in Leibnitz über die Bühne.
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