Stefan Stallinger wird neuer Vorstand der EVN// Bild: Energie AG/Hermann Wakolbinger
Der Aufsichtsrat des landeseigenen Energiekonzerns EVN hat den Oberösterreicher Stefan Stallinger zum neuen Vorstand bestellt. Stallinger soll beste Kontakte zu ÖVP-Politikern haben. In Oberösterreich soll er sogar als Landesrat gehandelt worden sein. Als EVN-Vorstand wird er rund 600.000 Euro im Jahr verdienen.
Stefan Stallinger soll demnächst Vorstand beim niederösterreichischen Energiekonzern EVN werden – inklusive Luxusgage von 600.000 Euro im Jahr. Momentan ist er noch Technikvorstand bei der oberösterreichischen Energie AG. Gleichzeitig hat die schwarz-blaue Landesregierung zusätzlich dazu einen dritten Vorstandsposten geschaffen. Wer den Posten bekommt, ist noch nicht bekannt. Nur, dass auch diese Person bis zu 600.000 Euro im Jahr verdienen wird.
Stefan Stallinger, der bisher als Technikvorstand der Energie AG in Oberösterreich tätig war, wird Franz Mittermayr als EVN-Vorstand nachfolgen. Stallinger soll beste Kontakte zu hochrangigen ÖVP-Politikern in Oberösterreich haben. Sogar als ÖVP-Landesrat soll er gehandelt worden sein.
Dass die EVN jetzt auch noch einen dritten Chef-Posten schafft, sorgt bei SPÖ-NÖ-Chef Sven Hergovich für Unverständnis: „Die EVN gehört mehrheitlich dem Land Niederösterreich. Doch statt die Bürger zu entlasten, wird in dieser Situation von Schwarz-Blau ein weiterer sinnloser, teurer Posten geschaffen.“ Die Luxusgage von 600.000 Euro für den neuen Vorstand müssten die Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher mit ihrer Strom- und Gasrechnung bezahlen.
„Es ist ein Skandal, dass die Niederösterreicher für Luxusgehälter in der Höhe von jährlich 600.000 Euro ausgesackelt werden“ – Sven Hergovich, SPÖ-NÖ-Vorsitzender
Und das, obwohl die EVN bereits zwei Vorstände hat und im Bundesländervergleich ohnehin die höchsten Vorstandsgehälter zahlt. Bei der Energie Steiermark zum Beispiel ist das Jahresgehalt mit 244.0000 Euro nicht einmal halb so hoch.
Zu allem Überfluss bekommt nun auch die Landesgesundheitsagentur (LGA) – genau wie die EVN – einen dritten Vorstandsposten. Das jährliche Gehalt liegt bei rund 340.000 Euro. Für Sven Hergovich ist das zu viel. Er setzt sich dafür ein, die Vorstandsgehälter der LGA zu halbieren. Das Geld solle lieber den Niederösterreicherinnen und Niederösterreichern zugutekommen. Immerhin handelt es sich um Steuergeld.
An manchen Personalentscheidungen in der Chefetage der LGA gab es bereits in der Vergangenheit Kritik. So hat Landeshauptfrau Mikl-Leitner im Jahr 2019 den damaligen Landespolizeidirektor Konrad Kogler überraschend zum Vorstand der LGA gemacht. Und das, obwohl Kogler keine Erfahrung im Gesundheitsbereich vorweisen kann. SPÖ und Neos vermuteten damals, dass Kogler vor allem wegen seiner ÖVP-Nähe LGA-Leiter wurde.
Die Landesregierung hat die LGA als Dachgesellschaft für das niederösterreichische Gesundheitssystem 2020 neu geschaffen. Seitdem hat unter anderem der Rechnungshof die LGA heftig kritisiert, weil sie mehr als 35 Millionen Euro für das Personal ausgegeben hatte.
„Das alles ginge auch billiger“, sagt dazu Sven Hergovich. „Mikl-Leitner und Landbauer müssen das Geld der Niederösterreicher und Niederösterreicherinnen für Gesundheit ausgeben – dort gibt es enorme Baustellen – und nicht für Versorgungsposten“
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