Emil Goldberg, CC BY-SA 4.0 , via Wikimedia Commons
EU-Mandatar und Langzeit-Berufspolitiker Harald Vilimsky (FPÖ) kommt gut über die Runden – immerhin erhält er seit über 30 Jahren sein Gehalt aus öffentlichen Geldern. Derzeit bekommt er als EU-Abgeordneter 9.975 Euro im Monat, sein gesamtes Team fast 30.000 Euro. Das reicht ihm aber nicht: Er stellt Verwandtschaft seiner blauen Parteikollegen an und war nicht erst in eine Spesenaffäre verwickelt.
Es wirkt bizarr: Während Harald Vilimsky das Budget der EU nicht erhöhen und ihre Kompetenzen einschränken will, lässt er sich seit 10 Jahren mit EU-Geldern – und damit Steuergeld – sein Konto aufbessern. Aber nicht nur er verleibt sich große Stücke vom EU-Kuchen ein, auch eigene Verwandte und Verwandtschaft seiner Parteikollegen werden mit Jobs in Brüssel versorgt. Vilimsky schimpft gerne über die “Bürokratie in Brüssel” . Ein Schelm wer böses denkt und meint, ob der blaue Berufspolitiker nicht etwa selbst Teil von genau dieser “Bürokratie” sein könnte.
Seit 1991 ist Vilimsky in verschiedenen Positionen für die FPÖ tätig: Seit 2006 saß er im Nationalrat. Seit zehn Jahren ist er Abgeordneter zum Europäischen Parlament. Seit knapp 35 Jahren bezieht Vilimsky also seinen Lohn aus öffentlichen Geldern. Wer einen Hang zu Verschwörungstheorien hat, könnte meinen, dass vielleicht auch aufgrund dieser schiefen Optik sein Lebenslauf auf der Homepage des Europäischen Parlaments nicht zu sehen ist…
Derzeit bekommt Vilimsky pro Monat 9.975 Euro von der EU, allein für sein Personal hat er über 28.000 Euro aus der Steuerkasse monatlich zur Verfügung.
Das reicht Vilimsky aber nicht: Im Jahr 2018 wurde bekannt, dass seine Fraktion im Europaparlament versuchte, Champagner und kostspieliges Essen auf Kosten der Steuerzahler:innen zu genießen. Schlussendlich forderte die EU satte 544.000 Euro zurück. Denn Champagner zum stolzen Preis von 234 Euro pro Flasche sei dort definitiv “nicht angemessen”. Vilimsky versuchte sich noch mit dem Argument zu retten, er würde gar keinen Champagner mögen.
Aber auch in Österreich ist der langjährige Abgeordnete vor Vorwürfen der Verschwendung von Steuergeld nicht gefeit. Laut Aussagen von Straches ehemaligem Bodyguard war auch Vilimsky in die FPÖ-Spesenaffäre eingebunden. Er soll falsche Rechnungen als vermeintliche Spesen über die Parteikasse abgerechnet haben. Vilimsky bestreitet diese Vorwürfe, wurde im Rahmen der Ermittlungen aber neben Strache als Beschuldigter geführt. Die Ermittlungen laufen noch.
Nicht nur bei Spesenabrechnungen wird “Unser Geld für unsere Leut´” zum geflügelten Wort. So beschäftigt Vilimsky im Europaparlament enge Verwandte anderer FPÖ-Freunde, etwa des Wiener FPÖ-Klubchefs Maximilian Krauss. Dafür darf eine Verwandte von Vilimsky beim blauen EU-Abgeordneten Georg Mayer ihrer Arbeit nachgehen. Vitamin B hat noch keinem geschadet.
Auch Verwandte des ehemaligen Grazer FPÖ-Chefs Mario Eustacchio sollen bei Vilimsky beschäftigt sein. Und wie kann es anders sein? Auch Eustacchio steht im Zentrum der Ermittlungen rund um die Veruntreuung hunderttausender Euro durch die Grazer FPÖ.
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