67.000 Bäume oder 5.500 Trockner: Die Genossenschaftswohnungen in Wien sind europaweit von einzigartiger Größe. Damit ist die Stadt die größte Hausverwaltung Europas und macht Wohnen für seine Bevölkerung leistbar. Hier sind alle (skurrilen) Zahlen zu den Gemeindebauten.
In den Wiener Gemeindebauten kann man nicht nur wohnen, sondern auch einkaufen. Rund 5.000 Geschäftslokale stehen hier zur Verfügung. Das sind 15 Mal mehr als in Shopping City Süd und Shopping Center Nord zusammen.
Die Wiener Gemeindebauten zeigen: Wien ist eine Stadt, die den Menschen über die Wirtschaft stellt. Insgesamt 220.000 Genossenschaftswohnungen ermöglichen leistbares Wohnen. Damit ist die Stadt Wien die größte kommunale Hausverwaltung Europas. Wie groß das Netz an Gemeindebauten tatsächlich ist, machen einige Zahlen deutlich.
In den Wiener Genossenschaftswohnungen gibt es:
In den 5.600 Waschküchen in den Gemeindebauten rumpeln 5.700 Waschmaschinen, 120 Wäschezentrifugen, 460 Bügelmaschinen und 5.500 Trockner. Stellt man alle Trockner aneinander, würden sie um die ganze Ringstraße reichen.
Die prächtigsten Gemeindebauten entstehen ab 1920 entlang des Gürtels, der deswegen auch den Beinahmen „Ringstraße des Proletariats“ trägt.
Ein Viertel aller Wienerinnen und Wiener lebt heute in Genossenschaftswohnungen. Damit haben die Bauten zusammen mehr EinwohnerInnen als Graz, Innsbruck und Klagenfurt zusammen. Von zehn Wienern leben sechs in öffentlich geförderten Häusern.
Kritiker sprechen davon, dass Wien so teuer ist und deshalb zwei Drittel der Bevölkerung Unterstützung beim Wohnen brauchen. Das Gegenteil ist der Fall: Die starke öffentliche Förderung sorgt dafür, dass auch Privatmieter und Zugezogene von der Wohn- und Bauförderung der Stadt profitieren. Nicht nur Graffitis halten die Mieten niedrig, auch die öffentliche Bereitstellung von Wohnraum tut das.
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