Kärnten

Aufklärungskampagne gegen Hautkrebs: Kärnten tourt heuer zum 23. Mal durch Freibäder

Der Sommer ist endlich da und mit ihm kommt auch die brennend heiße Sonne. Um die Haut vor Sonnenbränden und Folgeerkrankungen wie Hautkrebs zu schützen, heißt es: Einschmieren – vor und nach dem Bad in der Sonne! Um auf das Risiko von Hautkrebs aufmerksam zu machen, tourt das Land Kärnten schon seit 23 Jahren mit einer Aufklärungskampagne durch die Freibäder.

Die Ferien haben begonnen und es ist Zeit, endlich die Sonne zu genießen! Doch sie bringt nicht nur Sommergefühle und Wärme mit sich, sondern auch verschiedene Risiken. Eine Kampagne von der ÖGK, der Ärztekammer und der Apothekerkammer macht seit 23 Jahren auf die Gefahren durch UV-Strahlen aufmerksam. Um für mehr Aufklärung für Hauterkrankungen zu sorgen, tourt das Land Kärnten durch die Freibäder des Bundeslandes.

Mit der Kampagne soll Beratung durch Hautärztinnen und Hautärzte leicht zugänglich gemacht werden. Unter dem diesjährigen Motto “Hautschutz ist Selbstschutz” macht die Tour im Juli in sieben Kärntner Bädern Halt. SPÖ-Gesundheitsreferentin Beate Prettner zeigt sich sichtlich stolz über die leichte Zugänglichkeit:

“Mit der Kärntner Hautschutz-Bädertour sensibilisieren wir die Bevölkerung tatsächlich vor Ort – nämlich in unseren Strandbädern.

Kärnten macht´s vor: Beratung vor Ort durch Tour

In den Sommermonaten ist die Sonneneinstrahlung naturgemäß besonders hoch. In Kärnten erreicht diese im Juni und Juli Werte bis zur dritthöchsten Stufe des UV-Index. Diese Werte steigen mit zunehmender Meereshöhe, und da liegt Klagenfurt hinter Innsbruck auf Platz 2 der österreichischen Landeshauptstädte.

Mit der Kärntner Kampagne werden die Badegäste direkt dort informiert, wo Gefahrenquellen für die Gesundheit der Haut lauern – und sparen sich den Gang zum Facharzt oder zur Fachärztin. Die individuelle Beratung durch Dermatologinnen und Dermatologen ist beim Sonnenschutz essenziell, hängt effektiver Schutz vor UV-Strahlen doch stark vom Hauttyp ab. Am einfachsten schaffen Aufenthalte im Schatten, Bedecken der Haut und Sonnenschutzcremes Abhilfe.

Gefährliche Sonnenstrahlen auch in Österreich

Nicht nur im Urlaub am Meer ist es wichtig, sich vor der Sonne zu schützen. Auch die österreichische Sonne hat´s in sich und zu viel Sonneneinstrahlung kann hierzulande Hauterkrankungen befeuern. Schon nach einem Spaziergang durch die Stadt oder der Gartenarbeit kann ein Sonnenbrand auftreten – und zu 80 Prozent tritt Hautkrebs an Stellen wie dem Gesicht oder dem Hals auf, welche oft direkten Sonnenstrahlen ausgesetzt sind. Die Gefahr von Hauterkrankungen wegen zu wenig Sonnenschutz ist steigend, da die UV-Strahlung immer stärker wird.

UV-Strahlung - was ist das?

Als ultraviolette (UV) Strahlung wird der kurzwellige, aber sehr energiereiche Wellenbereich des Sonnenlichts bezeichnet. Diese Strahlung ist teilweise von uns Menschen wahrnehmbar, etwa als Wärme. Wenn das Gefühl der Wärme überdeckt wird, zum Beispiel durch Wind, ist die UV-Strahlung trotzdem gefährlich. Der nicht wahrnehmbare Bereich führt nämlich zu den unangenehmen Nachwirkungen eines Badetags – dem Sonnenbrand. Gerade wenn in Kindheit und Jugend häufig Sonnenbrände auftreten, steigt das Risiko für Hautkrebserkrankungen stark an. Zusätzlich führt fehlender Schutz vor UV-Strahlung zu frühzeitiger Hautalterung, man bekommt eher Falten.

Höhere Gefahr für Hautkrebs durch Klimakrise

Das deutsche Bundesamt für Strahlenschutz hat errechnet, dass in den kommenden Jahren die Zahl der Neuerkrankungen an Hautkrebs um elf Prozent steigt. Grund dafür ist die Klimakrise: Mehr Hitzewellen bedeuten nämlich mehr Sonnenstunden und damit verstärkte UV-Strahlung. Denn Hitzewellen bedeuten auch mehr wolkenlose und heiße Tage. Zusätzlich fällt es dem Körper mit zunehmender Hitze schwerer, die UV-Strahlung abzuwehren.

Das Ozonloch schrumpft derzeit zwar, ist jedoch weiterhin ein wichtiger Faktor bei der UV-Einstrahlung auf die Erde. Die Ozonschicht, eine Schicht von Gasen in der Erdatmosphäre, bildet einen natürlichen Schutzmantel vor UV-Strahlen. Dieser Schutzmantel wurde durch die jahrzehntelange Verwendung von Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW) angegriffen. Durch die voranschreitende Klimakrise und die Steigung der Treibhausgase ist zu befürchten, dass trotz Verbot von FCKW die Ozonschicht weiterhin instabiler wird – und damit auch die Gefahr von UV-Einstrahlung steigt.

Auch in den Niederlanden wird an öffentlichen Orten dem Hautkrebs der Kampf angesagt: während der Corona-Pandemie aufgestellte Desinfektionsspender werden derzeit zu Sonnencremespendern umfunktioniert und sollen so allen Badegästen an den Stränden Schutz bieten.

NeueZeit Redaktion

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