In Villach sind 58 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von den Kündigungen betroffen.
Kika/Leiner kündigt österreichweit 1900 von 3900 Mitarbeitern. Auch der Standort Villach ist von der Schließung betroffen. Die Empörung ist groß! Der SPÖ Gemeinderatsklub in Villach verurteilt „das rücksichtslose Verhalten“ von René Benko. Profitgier stehe über den Interessen von Menschen.
Villach: Die Filiale von Leiner in Villach wird Ende Juli 2023 geschlossen. Sie ist nur eine der österreichweit 23 Filialen, die betroffen sind. Erst 2018 kaufte Ex-Kanzler Sebastian Kurz-Freund, Renè Benko, die Möbelkette kika/Leiner. Damals meinte das Management noch es werde keine Kündigungen geben.
„Es ist kein Geheimnis, dass überall dort, wo Benko investiert, nur verbrannte Erde zurückbleibt!“, heißt es nun in der aktuellen Aussendung des Villacher SPÖ Gemeinderatsklub zu den bevorstehenden Kündigungen. Die Interessen der Menschen und der Gesellschaft stehen wieder einmal hinten an.
23 von 40 Standorten der kika/Leiner Gruppe sind österreichweit betroffen, 1900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen vor der Kündigung. Die aktuellen Ereignisse rund um die kika/Leiner Gruppe sind für die SPÖ Villach „ein trauriges Beispiel für diese rücksichtslose Geschäftspraxis, es zeigt deutlich, dass für Benko und seine Mitstreiter nur der eigene Profit zählt.“
Ende Juli 2023 muss auch die Filiale in Villach schließen. 58 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind davon betroffen. Der SPÖ Gemeinderatsklub zeigt sich erschüttert über die Auswirkungen dieser Entscheidung auf den Standort Villach. „Die Schließung der Kika/Leiner Filiale bedeutet nicht nur den Verlust von Arbeitsplätzen, sondern auch den Verlust eines wichtigen Wirtschaftsfaktors für die Region“. Es wäre höchste Zeit, dass Benko zur Verantwortung gezogen wird und sein rücksichtsloses Verhalten ein Ende hat.
Klubobmann Stadtrat Harald Sobe von der SPÖ fordert die kika/Leiner Gruppe auf, einen umfassenden Sozialplan für die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vorzulegen. Es geht um eine gerechte Abwicklung von Kündigungen und Unterstützung bei der Suche nach neuen Beschäftigungsmöglichkeiten. Außerdem verlange man ein transparentes und nachhaltiges Nachnutzungskonzept für die Liegenschaft. Es sollen keine Flächen brachliegen.
Am Mittwoch teilt Kika/Leiner in einer Aussendung mit, in der kommenden Woche das Insolvenzverfahren anzumelden. „Nach Prüfung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des Unternehmens wird die Restrukturierung des Unternehmens über ein Sanierungsverfahren stattfinden, das kommende Woche angemeldet wird“. Vom Unternehmen wird kommuniziert, dass das Maßnahmenpaket zur Rettung des Unternehmens „unverändert umgesetzt“ wird.
Die NeueZeit hat sich bei kika/Leiner Pressesprecher Michael Slamanig informiert, wie es mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Filiale Villach weitergeht. Er teilte mit, dass man nach den geltenden Rahmenbedingungen kündige. Das Unternehmen melde die Leute beim AMS an, nach 30 Tagen trete die Kündigung in Kraft. Sie werden bei verschiedenen Jobplattformen angemeldet, um mit anderen Unternehmen in Kontakt zu kommen. Außerdem wurde ein Sozialfond für Härtefälle vom Betriebsrat eingerichtet.
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