In manchen Bundesländern warten Patientinnen und Patienten mittlerweile länger als ein Jahr auf OP-Termine. Auch Leser Thomas K., musste für seine Hand-OP Geduld beweisen: Zuerst wurde sie wegen Personalengpässen kurzfristig abgesagt, nun kam er Anfang Jänner drei Monate verspätet endlich dran. Doch: den kleinen Finger wird er für den Rest seines Lebens nicht mehr bewegen können.
Immer öfter stößt das Gesundheitssystem an seine Grenzen: Thomas K. (Name von der Redaktion geändert) hätte nach einem Unfall an der Hand eine Nachsorge-OP gehabt. Diese wurde kurzfristig am Tag der OP wegen Personalengpässen abgesagt. Zu viele Krankenstände, hieß es, seitens des Spitals. Drei Monate später solle er noch einmal kommen. Nun fand der Termin Anfang Jänner endlich statt, doch mit einem Haken. Ein Finger von Herrn K. bleibt für den Rest seines Lebens unbeweglich.
Nicht in allen Bundesländern gibt es aktuell transparente Wartelisten. In Niederösterreich beispielsweise können Patientinnen und Patienten einsehen, ob Privatpatienten vorgezogen wurden. In Salzburg hingegen gibt es bis heute keine transparent abrufbaren Daten, wie lange man auf einen Operationstermin warten muss. Das zeigt dort ein Bericht des Landesrechnungshofs Salzburg. Zwar existiert seit 2019 eine OP-Wartezeiten-Liste aller Salzburger Krankenanstalten, doch die sei laut des Landesrechnungshofs unzureichend und für Patientinnen und Patienten nur wenig nachvollziehbar.
Die damals noch schwarz-grüne Landesregierung ließ sich mit der Einführung der Warteliste außerdem sehr viel Zeit – ganze sieben Jahre. Die SPÖ will die Liste nun transparent und nach Vorbild anderer Bundesländer umbauen. Doch auch für die neue schwarz-blaue Landesregierung dürfte die Gesundheit der Salzburgerinnen und Salzburger nachrangig sein. Sie ließ die derzeitige Wartezeiten-Liste nicht einmal von den Krankenanstalten evaluieren.
Ob die OP-Wartezeiten-Liste alle Probleme lösen kann? Vermutlich nicht. Dafür braucht es noch viele weitere Maßnahmen – bessere Bezahlung der Spitalsmitarbeiter:innen oder eine Umstellung auf ein einheitliches Kassensystem und keine Privatzahler:innen beispielsweise. Aktuell warten Patientinnen und Patienten auf Kasse, je nach Bundesland, schon teilweise über ein Jahr auf einen OP-Termin. Dass es so nicht weitergehen kann, ist nicht nur für Herrn K. eine schmerzliche Erfahrung.
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