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Photovoltaik-Anlagen produzieren meist mehr Strom, als in den Sommermonaten verbraucht werden kann. Weil es keine Speichermöglichkeit gibt, geht der überschüssige Sonnenstrom verloren und fehlt dann im Winter. SPÖ-Politiker aus sechs Gemeinden im Bezirk Vöcklabruck wollen jetzt gemeinsam eine „Batterie“ entwickeln, die den Sonnenstrom speichern kann. Die Energie aus Photovoltaik soll dafür in den vorhandenen Gasspeichern der Region als Wasserstoff gespeichert werden. Im Winter produziert der dann Wärme für das regionale Fernwärmenetz. So können die Gemeinden umweltfreundlich und ohne Gas heizen.
Photovoltaik-Anlagen produzieren im Sommer, wenn die Sonne scheint, viel Strom. So viel, dass er in den Sommermonaten nicht vollständig verbraucht werden kann. Das Problem dabei: Der Strom aus Photovoltaik kann nicht gespeichert werden, um etwa im Winter darauf zurückzugreifen.
SPÖ-Politikerinnen und Politiker aus sechs Gemeinden im Bezirk Vöcklabruck haben jetzt einen Plan entwickelt, um den Sonnenstrom für den Winter zu speichern. „Wir können eine Vorzeigeregion in Europa werden“, sagt Vöcklabrucks Bürgermeister Peter Schobesberger (SPÖ), der das Konzept als studierter Wirtschaftsingenieur entworfen hat.
Schobesberger will für das Vorhaben einen sogenannten Wasserstoffcluster in der Vöckla-Ager-Region erstellen. Die im Sommer erzeugten Stromüberschüsse aus Photovoltaik-Anlagen sollen in den Gasspeichern der Region in Form von Wasserstoff gespeichert werden. Im Winter kann dieser dann in Brennstoffzellen umgewandelt werden. Die Abwärme aus diesem Prozess wiederum soll dann in das regionale Fernwärmenetz eingespeist werden – und so die Gemeinden umweltfreundlich und ohne Gas beheizen.
Der Sonnenstrom wird durch das Verfahren – bildlich gesprochen – also mit einer „erneuerbaren Batterie“ für die kalten Wintermonate gespeichert.
Gerade jetzt sei das ein wichtiger Schritt, um die Industrie und Energiewirtschaft von teurem Gas unabhängiger zu machen. „Die Technik für die einzelnen Schritte gibt es. Man müsste sie nur zu einem System formen“, sagt Bürgermeister Schobesberger.
Die Investitionskosten für das Mega-Projekt dürften freilich hoch sein. Schobesberger will dafür nun bei Bund und Land um Unterstützung ansuchen.
Für den Vöcklabrucker Bürgermeister ist die Vöckla-Ager-Region jedenfalls prädestiniert für die Technologie. Keine andere Region habe so gute Voraussetzungen, um Strom aus den sonnigen Sommermonaten umweltfreundlich zu speichern. Die Kombination aus vorhandenen Speichern, Fernwärme und dem regionalen Leitungsnetz zu den Industriebetrieben sei einzigartig.
„Wenn die Wasserstofftechnologie aktuell irgendwo ihren Durchbruch erreichen kann, dann im Bezirk Vöcklabruck. Bei vollständiger Nutzung der bestehenden Speicher können wir zur `größten erneuerbaren Batterie´ Europas werden“, sagt Schobesberger.
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