Foto von Milivoj Kuhar auf Unsplash
In Pottendorf entstehen 36 neue Wohnungen – aber die könnten bald leer stehen. Und das, obwohl die Nachfrage nach geförderten Wohnungen in Niederösterreich immens höher ist, als das verfügbare Angebot. Trotzdem haben Schwarz-blau die Wohnbauförderung als eine ihrer ersten Amtshandlungen gestrichen. Weil diese Förderung aber fehlt, kann sich auch niemand für die neuen Wohnungen anmelden, erzählt der Pottendorfer Bürgermeister Sabbata-Valteiner.
“Eigentlich müssten wir dreimal so viele Genossenschafts-Wohnungen bauen, um der Nachfrage gerecht zu werden”, meint Pottendorfs Bürgermeister Thomas Sabbata-Valteiner auf Nachfrage der NeuenZeit.
Immer mehr Menschen sind auf geförderte Wohnungen angewiesen. Denn wegen der Teuerung sind die regulären Mieten für viele Menschen unleistbar geworden. Ausgerechnet in dieser Situation vergibt das Land Niederösterreich keine Förderungen mehr für Genossenschaftswohnungen. Die schwarz-blaue Landesregierung hat sie bis auf weiteres gestrichen.
Nun meldet sich der Bürgermeister von Pottendorf Thomas Sabbata-Valteiner zu Wort. In seiner Gemeinde im Bezirk Baden gebe es Genossenschaftswohnungen, die sich schon im Bau befinden, für die es aber immer noch keine Förderungen gibt. Konkret geht es um 36 Wohnungeinheiten. Ein Viertel davon wird vom Land gefördert. Diese Förderungen seien aber noch nicht eingelangt, obwohl das eigentlich schon längst passiert sein müsste.
Weil die Förderungen noch nicht da sind, kann sich auch noch niemand für die Wohnungen anmelden. Dabei wäre die Nachfrage hoch. Die NeuenZeit hat beim Land Niederösterreich nachgefragt, wie man nun im Fall Pottendorfs vorgehen wolle. Bis heute ist keine Rückmeldung eingetroffen.
Normalerweise kommt zweimal im Jahr der Wohnungsförderungsrat zusammen und entscheidet, welche Wohnungen das Land fördern will. In der letzten Sitzung vom 14. Juni wurden aber überhaupt keine Förderungen beschlossen. Lediglich Geld für Sanierungen gab es von der schwarz-blauen Landesregierung.
Und das, obwohl in Niederösterreich jeder Beschäftigte 0,5 Prozent seines Einkommens als Wohnungsförderungsbeitrag zahlt. „Dass dieses Geld, das wir alle monatlich an die Landesregierung abführen, nicht dafür verwendet wird, Wohnungen zu bauen, sondern um das Budget zu sanieren, ist eigentlich ein Skandal“, das meint auch der Landesparteivorsitzende der SPÖ Sven Hergovich.
Die Bauwirtschaft kämpft mit einer anhaltenden Hochbau-Flaute, gleichzeitig wächst der Bedarf an leistbaren Mietwohnungen. Genau…
Die SPÖ Niederösterreich präsentiert bei der heutigen Pressekonferenz den Energieschwerpunkt ihres „NÖ-Plans“. Dabei im Fokus:…
In Australien ist die digitale Sperrstunde für Unter-16-Jährige bereits Realität. Während dort Millionen Accounts gelöscht…
In St. Pölten wird diese Woche gewählt. Gleichzeitig steht die Zukunft des städtischen Bussystems LUP…
Die Wartezeiten auf Knie- und Hüftoperationen haben sich in Oberösterreich innerhalb von nur vier Jahren…
In der Stadtbibliothek Traiskirchen werden längst nicht nur Bücher verliehen: Seit 2022 kann man sich…