(c) Burgenland Energie, MecGreenie
Meilenstein: Die erste organische und noch dazu größte Speicher-Batterie Europas ist im Solar- und Windpark Schattendorf ausgeliefert und betriebsbereit. Sie speichert Wind- und Sonnenenergie ab und lässt sie bei wenig Wind- und Sonne wieder ins Netz einspeisen – und kommt dabei ganz ohne problematische Rohstoffe wie Lithium oder Kobalt in herkömmlichen Batterien aus.
Schattendorf: Wer hätte das gedacht? In der kleinen burgenländischen Gemeinde an der ungarischen Grenze ist ein wissenschaftlicher und noch dazu nachhaltiger Meilenstein gesetzt worden. Ein Energiespeicher ohne Metalle, seltene und häufig auch problematische Rohstoffe und ohne gefährliche Materialien – der steht seit kurzem im Nordburgenland. Die Partner CMBlu Energy und Burgenland Energie liefern den nachhaltigen Batterie-Großspeicher nach Schattendorf.
Entwickelt hat den Speicher die deutsche Firma CMBlu Energy. Dafür hat das Unternehmen, das heute 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, an die zehn Jahre geforscht und experimentiert. Es ist das größte Nicht-Lithium-Forschungslabor in ganz Europa. Dieser Rohstoff wird von so gut wie allen herkömmlichen Batterie-Herrstellern verwendet, vor allem auch bei E-Autos.
Problematisch ist er im Abbau – denn die Lithium-Gewinnung verschmutzt nicht nur Böden und Gewässer, sondern trägt auch zum Aussterben von Tier- und Pflanzenarten. Um all das zu vermeiden, setzen moderne Unternehmen auf nachhaltigere Alternativen.
Der Gründer und CEO der CMBlu Energy, Dr. Peter Geigler zeigt sich stolz:
„Mit der erfolgreichen Auslieferung (nach Schattendorf) ist nun der Grundstein gelegt, um die Technologie in verschiedensten Szenarien zu testen. Unser Fokus liegt in den kommenden Wochen darauf, die Leistung unserer Technologie zu evaluieren und dann weitere Speicher mit einer Gesamtkapazität von 300 MWh ins Burgenland zu liefern.“
Erst seit Anfang 2023 steht die Hybrid-Photovoltaik-Anlage in Schattendorf. Mit Wind und Sonnenenergie schafft sie eine Gesamtleistung von 15 Megawatt. Die an den Solarpark angeschlossene „Organic-SolidFlow-Batterie“ soll nun für noch mehr Technologie-Vorsprung zur burgenländischen Klimawende beitragen.
Die Batterie befindet sich zunächst als „Battery-Lab“ in einem 40-Fuß großen, klimatisierten Container. Weitere Batterien sollen dann in den kommenden Monaten an verschiedenen Standorten installiert werden.
Auch aus der Europäischen Kommission gab es Interesse am Projekt: Prof. Dr. Martin Selmayr, Leiter der Vertretung der EU-Kommission in Österreich, bezeichnete die besondere Technologie für den europäischen Energiemarkt „als klima- als auch geopolitisches Gebot der Stunde“. Denn niemand könne uns Wind oder Sonne abdrehen. Außerdem hat sich die EU das Ziel gesetzt, den Anteil der Erneuerbaren am Energieverbrauch bis 2030 auf 42,5 % zu verdoppeln. Umso wichtiger, dass das Burgenland jetzt schon auf CO2– und somit klimaneutrale Industrie setzt.
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