Schulen auf, Schulen zu. Die Semesterferien in der Steiermark wurden vorverlegt, der Präsenzunterricht soll am 15. Februar wieder starten. Jetzt fordern die steirischen Sozialdemokraten Bildungsminister Heinz Faßmann auf, endlich sein Wort zu halten: Es darf zu keiner weiteren Verschiebung der Schulöffnung auf Kosten der Schüler kommen.
Die steirische Landesregierung hat ihre Hausaufgaben gemacht: Der Landtag beschloss, die Semesterferien um eine Woche zu verschieben. Neuer Schulstart in der Steiermark ist am 15. Februar. Jetzt fordern die Sozialdemokraten Bildungsminister Heinz Faßmann auf, endlich auch seine Aufgaben zu erledigen und sein Wort zu halten.
Der ÖVP-Bildungsminister hatte schon zwei Mal eine Wiederöffnung der Schulen angekündigt, die dann aber nicht stattfand. Zuletzt hatte Faßmann Präsenzunterricht ab 25. Jänner versprochen – tatsächlich öffnen die Schulen aber erst im Februar wieder. Schüler in Wien und Niederösterreich starten am 8. Februar, die restlichen Bundesländer kehren am 15. Februar zurück in die Klassenzimmer.
Falls der Schul-Plan diesmal hält. Darauf pocht jetzt die steirische SPÖ. Klubobmann Hannes Schwarz: „Der 15. Februar muss halten! Es darf auf keinen Fall erneut zu unvorhersehbaren Schulschließungen auf Kosten unserer Schülerinnen und Schüler, deren Zukunft und deren Erziehungsberechtigten kommen.“
Die türkis-grüne Bundesregierung ist bei der Umsetzung ihrer Corona-Maßnahmen auf die Bundesländer angewiesen. Die Vorverlegung der steirischen Semesterferien wurde zwar vom Bund angeordnet, rechtlich beschließen kann sie aber nur der Landtag. Die Landesregierung aus SPÖ und ÖVP sorgte daher im Eiltempo für eine reibungslose Umsetzung: Der Landtag beschloss einen dringlichen Antrag und ermöglichte die Ferienverschiebung.
Jetzt ist der Bildungsminister am Zug. Bisher legte er kaum Konzepte vor, wie sicherer Präsenzunterricht stattfinden kann. Dabei gibt es genug Vorschläge, etwa Lufterfilter in den Klassenräumen, die für eine bessere Durchlüftung sorgen. Weil die Bundesregierung wenig für sicheren Unterricht unternimmt, hat die niederösterreichische Gemeinde Traiskirchen kurzerhand selbst gehandelt: Die kleine Gemeinde hat in allen Schulklassen Lüftungssysteme eingebaut.
Immerhin erhalten die Schulen jetzt österreichweit Schnelltests: Schüler wie Lehrer sollen sich künftig einmal in der Woche freiwillig selbst testen können.
Für die steirische SPÖ ist jedenfalls klar: Ein geregelter Unterricht muss trotz Corona möglich sein. Das lange Home Schooling ist eine Belastung für Kinder und ihre Eltern. Laut einer Studie der Arbeiterkammer tut sich jedes 10. Kind aktuell schwer, dem Lernstoff von zu Hause aus zu folgen. Kinder aus Haushalten, in denen die Eltern keinen Studienabschluss haben, sind noch stärker betroffen. Zu diesem Ergebnis kommt auch eine Befragung des Forschungsinstituts IHS. Dort geben 38 Prozent der Lehrerinnen und Lehrer an, dass sich das Leistungsniveau aller Schüler durch den Fernunterricht verschlechtert hat. Bei benachteiligten Schülern beobachten drei von vier Lehrpersonen sogar einen Kompetenzverlust.
Das Home Schooling bereitet den Schülern teilweise große Schwierigkeiten. Um ihnen die Angst zu nehmen, fordert die steirische SPÖ eine faire Benotung: Wegen der Corona-Krise und all ihren Umständen mit dem ständigen Hin und Her bei den Schulschließungen soll die Benotung milder ausfallen. SPÖ-Klubobmann Schwarz sieht die Verantwortung bei Bildungsminister Faßmann: „Ich sehe es als seine Aufgabe sicherzustellen, dass unsere Schülerinnen und Schüler den gegebenen Umständen entsprechend milde benotet werden.“ Die Idee dahinter: Niemand soll nur wegen der Corona-Krise sitzenbleiben müssen – die Schüler verlieren durch das Home Schooling ohnehin schon genug Bildungschancen.
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