Der neue E-Campus der Energie Steiermark in Graz lernen knapp 100 Lehrlinge. Sie sind die Zukunft der Green Energy in Österreich. Foto: Unsplash/Andreas Gucklhorn
Die Steiermark setzt auf grünen Strom. Die oststeirische Gemeinde Neudau baut auf zwölf Hektar einen Photovoltaik-Park, der 3.500 Haushalte mit Strom versorgen wird. Ein noch größeres Projekt plant St. Peter-Freienstein in der Obersteiermark. Und bereits seit März entsteht in der Weststeiermark ein Photovoltaik-Park. Das Land baut ihn auf den Flächen eines ehemaligen Bergwerks. Wo früher umweltschädliche Kohle abgebaut wurde, produziert die Steiermark bald Sonnenstrom.
Neudau im Osten der Steiermark zählt knapp 1.500 Einwohner. Bis vor wenigen Jahren waren in der Gemeinde noch fast 300 Menschen beim Garnhersteller Borckenstein beschäftigt. Die Insolvenz des Unternehmens war ein schwerer Schlag für die Region. Die Verantwortlichen steckten aber nicht den Kopf in den Sand, sondern arbeiteten an einem Strukturwandel. Dabei setzten sie auf grüne Energie. Nach nur zwei Jahren Planung begannen Anfang Mai die Arbeiten an einem großen Photovoltaik-Park. Auf insgesamt zwölf Hektar wird dort bald grüne Energie produziert.
Der Grund, auf dem Neudau den Photovoltaik-Park baut, war zuvor noch landwirtschaftliche Nutzfläche. Nicht mehr lange, und die Solaranlagen dort versorgen 3.500 Haushalte mit Strom. Anders als bei ähnlichen Projekten gab es in Neudau kaum Streit. SPÖ-Bürgermeister Wolfgang Dolesch betont: „Alle Beschlüsse im Gemeinderat waren immer einstimmig.“ Dank Photovoltaik-Park und anderen nachhaltigen Projekten, ist Neudau eine klimaneutrale Ortschaft.
Sogar noch größer als in Neudau soll der Photovoltaik-Park in St. Peter Freienstein werden. Die im Bezirk Leoben gelegene Gemeinde setzt ebenfalls auf Energieunabhängigkeit mithilfe grüner Energie. Auf einer Fläche, die 37 Fußballfeldern entspricht, plant sie Solaranlagen. Für Bürgermeisterin Anita Weinkogl (SPÖ) ist klar: „In Zeiten wie diesen, wo die Energiepreise ständig steigen, ist eine Fotovoltaik-Anlage gerade auf Flächen, die ansonsten brachliegen, eine gute Möglichkeit, um Energie zu gewinnen. Wir müssen davon wegkommen, dass wir von jemand anderem abhängig sind.“ Anders als in Neudau steht das größte Projekt mit Photovoltaik in der Steiermark noch am Anfang. Das Land Steiermark möchte das Projekt jedoch fördern. Eine Standortprüfung war bereits positiv.
Alles andere als grüne und saubere Energie liefert bekanntlich Kohle. Im Bezirk Voitsberg förderten Bergleute das „braune Gold“ hunderte Jahre lang. Die Kohleindustrie prägte die gesamte Region. Anfang der 2000er-Jahre endete die Kohleförderung im Bezirk Voitsberg. Damit ging gleichzeitig die Ära des Kohlebergbaus in Österreich zu Ende. Für die Weststeiermark war der Ausstieg mit großen Problemen verbunden. Die vielen freigewordenen Flächen bieten jedoch auch Chancen.
Die Gemeinden Bärnbach und Rosental nutzen sie. Seit März entsteht auf dem Gelände des ehemaligen Bergbaus „Karlschacht II“ eine große Photovoltaik-Anlage. Auf insgesamt 20 Hektar soll dort in Zukunft Sonnenenergie für 5.000 Haushalte fließen. Der Bürgermeister von Bärnbach, Jochen Bocksrucker (SPÖ), fasst das Projekt so zusammen: „Wo vor Jahrzehnten noch Kohle abgebaut wurde, wird bald grüner Strom erzeugt. Was gibt es Erfreulicheres?“ Die ehemals Kohle produzierende Weststeiermark ist jetzt ein Sinnbild für den steirischen Energiewandel.
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