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Egal ob an der Zapfsäule, im Restaurant oder an der Supermarktkasse – in den letzten Jahren ist niemand der Inflation entkommen. Aber was ist Inflation? Welche Gründe gibt es, dass mein Geld weniger wert ist als noch vor einigen Jahren? Was bedeutet die Teuerung für die Kärntnerinnen und Kärntner?
Inflation, oder auch Teuerung im Volksmund, bedeutet kurz gesagt, dass Geld über Zeit weniger wert wird. Dafür kann es eine Reihe von Gründen geben. Gestiegene Rohstoff und Energiepreise, eine hohe Importquote bei Verbrauchsgütern, gestiegene Nachfrage, aber auch Übergewinne können die Geldentwertung anheizen. Im Folgenden wird auf ein paar dieser Faktoren näher eingegangen.
Bevor man erklärt, wie Inflation zustande kommt, sollte man sich ansehen, wie diese überhaupt gemessen wird. Zentral für die Bemessung der Teuerung ist der Verbraucherpreisindex (VPI). Dieser fast Kosten zusammen, wie viel Verbraucher für Transport, Kleidung, Wohnung, Lebensmittel, Treibstoff, medizinische Versorgung und andere Ausgaben zahlen. Steigen die Preise im Index, so wie in den letzten Jahren, wird von steigender Inflation gesprochen.
Während die Industrie und Wirtschaft oft versuchen, die Inflation auf hohe Lohnabschlüsse zu schieben, liefert die Forschung meist gegensätzliche Ergebnisse. Denn die hohen Löhne als Reaktion auf die gestiegenen Kosten können nur schwer, der Grund für die gestiegenen Kosten sein. Aber was treibt dann die Preise hoch?
Ein Grund für die gestiegene Inflation sind die gestiegenen Energiekosten im Zuge des russischen Angriffskrieges in der Ukraine. Die große Abhängigkeit Europas, und insbesondere Österreichs, von billigem russischem Gas hatte zur Folge, dass die Strom- und Gaspreise im Frühjahr 2022 explodierten. Das heizt die Teuerung an. Damit steigen auch die Produktionskosten für die einzelnen Güter – die Folge sind steigende Preise auf Seiten der Konsumentinnen, um Profite hochzuhalten.
Ein weit unterschätzter Faktor sind Übergewinne. Ein Bericht der Europäischen Zentralbank aus dem vergangenen Sommer belegt, dass bis zu zwei Drittel der Inflation auf Übergewinne von Großkonzernen zurückzuführen ist. Auch postuliert der Bericht, dass Konzerne die Preise wesentlich stärker gehoben haben als zum Inflationsausgleich nötig gewesen wäre. So wollten sie im Windschatten der Teuerung Extragewinne machen. Auch die österreichische Zentralbank teilt diese Ansicht in einem Bericht, der vergangenen September veröffentlicht wurde. Die willkürlichen Preiserhöhungen haben funktioniert, zumindest für die Unternehmen: Laut dem Dividendenreport der Arbeiterkammer haben die börsennotierten österreichischen Unternehmen dieses Jahr satte 5,84 Milliarden Euro Profite an ihre Aktionäre ausgeschüttet. Die Dividenden kommen aus unseren Geldbörsen – direkt in die Tasche der Aktionäre.
Arbeitgeber propagieren dagegen das Märchen der „Lohn-Preis-Spirale“. Ein Märchen, da die Löhne dafür stärker steigen müssten als die Inflation – das tun sie aber de facto nie. Denn die Grundlage für die Lohnverhandlungen ist immer die Teuerung der letzten zwölf Monate. Die Löhne steigen also immer erst, nachdem die Preise gestiegen sind. Das zeigt sich auch in Zahlen: Die Lohnabschlüsse lagen während der Krise 2022 bei rund 7,4 Prozent – die Teuerung bei 8,6 Prozent.
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