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Kein einziger Kinderarzt in einem ganzen Bezirk: SPÖ startet Petition für „mehr Ärzte für NÖ“

In Niederösterreich dürfte sich der aktuelle Ärztemangel besonders stark niederschlagen. Im Bezirk Lilienfeld etwa gibt es keinen einzigen Kassen-Kinderarzt. Eine von der SPÖ initiierte Online-Petition will jetzt „mehr Ärzte für NÖ“ erreichen.

Das Gesundheitssystem ist überlastet. Diesen Befund stellen Ärztinnen und Experten in den letzten Wochen für ganz Österreich aus. Die meistgenannten Gründe dafür sind die aktuelle Krankheitswelle sowie ein Ärztemangel. Letzterer dürfte in Niederösterreich besonders stark ausfallen.

In den Bezirken Gänserndorf, Melk und Korneuburg etwa gibt es jeweils nur einen einzigen Kassen-Facharzt für Urologie. Auch Gynäkologie-Kassenpraxen sind rar: In ganz Melk gibt es nur eine Frauenärztin. Und im Bezirk Lilienfeld gibt es keinen einzigen Kassen-Kinderarzt.

Wegen des Ärztemangels startet die SPÖ jetzt eine Online-Petition. Die Sozialdemokraten fordern: „Mehr Ärzte für NÖ!“

Petition: „Mehr Ärzte für Niederösterreich“

„Es geht um unsere Gesundheit, bitte sparen Sie nicht daran.“ Mit diesem Appell wendet sich eine von der SPÖ initiierte Petition an die niederösterreichische Landesregierung.

Hier kann die Petition online unterzeichnet werden.

Petition will Ärztemangel in Niederösterreich bekämpfen

Die Online-Petition will mehr Ärztinnen und Ärzte für Niederösterreich erreichen. „Wir Niederösterreicherinnen und Niederösterreich gehen arbeiten, zahlen unsere Steuern und haben ein Recht auf eine gute medizinische Versorgung“, heißt es im Begründungstext. Und weiter: „Lange Wartezeiten und weite Anfahrtswege sind in einem reichen Land wie Österreich völlig unnötig.“

Unterstützerinnen und Unterstützer können die Petition online unterschreiben. Bisher haben das schon mehr als 300 Menschen getan.

NÖ nutzt Kontingent für angehende Mediziner nicht aus

Die Bundesländer verweisen beim aktuellen Ärztemangel gerne auf den Bund. Dabei fällt etwa das Spitalswesen in den Zuständigkeitsbereich der Länder. Seit Jahreswechsel sind die Bundesländer auch in wesentlichen Punkten für die Ärzte-Ausbildungsstellen – also den Personal-Nachwuchs – zuständig.

Und auch sonst gibt es Stellschrauben, an denen die Landesregierungen drehen könnten. So hat jedes Land beispielsweis ein bestimmtes Kontingent an Medizin-Studienplätzen, die es für Kandidatinnen und Kandidaten aus dem eigenen Bundesland reservieren kann. Dafür dürfte das Land Bedingungen stellen – etwa, dass die angehenden Ärztinnen und Ärzte dann für eine gewisse Zeit im Bundesland arbeiten müssen. Nur: Niederösterreich nutzt diese Plätze trotz Ärztemangel nicht aus.

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