// Bildcredit: Foto von National Cancer Institute auf Unsplash
Fast 600 Medikamente fehlen aktuell in Österreich. Davor warnt das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG). Die vom BASG erstellte Liste zeigt: vor allem Arzneimittel für Kinder und Diabetiker sind nicht lagernd. Um einen Medikamentenengpass in Apotheken zu verhindern, schlägt Kinder- und Jugendreferent Michael Lindner (SPÖ) deshalb ein Rohstofflager der Arzneien vor.
Aktuell fehlen fast 600 Medikamente in Österreich, darunter viele Arzneimittel für Kinder. Das zeigt eine Liste vom Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG). Heute, Dienstag, waren es 572 Medikamente, die nicht lagernd oder von Lieferschwierigkeiten betroffen waren.
Aus Kostengründen haben viele Arzneimittelhersteller ihre Produktion von Europa nach Asien (vor allem China und Indien) verlagert. Oft werden Wirkstoffe dann nur noch an ganz wenigen Standorten produziert. Fällt ein Standort aus, hat das einen Einfluss auf die weltweite Verfügbarkeit des Medikaments.
Von rund 16.800 in Österreich zugelassenen Arzneimitteln sind aktuell 572 Medikamente nicht oder nur eingeschränkt verfügbar. Vor allem Medikamente, die gegen Atemwegserkrankungen und Infekte eingesetzt werden, sind darunter.
Eine durchschnittliche Apotheke hat rund 6000 unterschiedliche Medikamente auf Lager. Etwa zwei Stunden pro Tag investieren die Apothekerinnen und Apotheker, um gleichwertige Lösungen zu finden, wenn ein bestimmtest Medikament fehlt.
Lösungsvorschläge gibt es einige: Apothekerkammer-Präsidentin Dr. Ulrike Mursch-Edlmayr spricht sich zum Beispiel dafür aus, Rohstofflager anzulegen. Dann könnten einerseits Kinder-Antibiotikasäfte von den Apothekerinnen und Apothekern direkt in den Apotheken hergestellt werden, aber bei Bedarf auch Medikamente für Erwachsene.
Weil die Grippe- und Erkältungs-Saison bevorsteht, drängt auch der oberösterreichische Kinder- und Jugendlandesrat Michael Lindner (SPÖ) auf rasches Handeln seitens des Gesundheitsministers Johannes Rauch (Grüne). Er und die Bundesregierung sollen wichtige Arzneimittel auf Vorrat lagern. Lindner erklärt:
Die Mängelliste des Bundesamtes für Sicherheit im Gesundheitswesen zeigt, dass knapp 600 Medikamente derzeit Mangelware sind. Darunter Arzneimittel wie Nureflex, die zur saisonalen Versorgung von Kindern, insbesondere bei Fiebererkrankungen, jetzt besonders wichtig sind. Die Apotheker:innen in Österreich sind dazu ausgebildet, selbst Arzneimittel herzustellen, benötigen jedoch sicheren Zugang zu notwendigen Rohstoffen und faire Entschädigung.
Auch in Deutschland warnten Kinderärzte schon im Sommer vor einem weitreichenden Medikamentenmangel. Im vergangenen Winter mussten Eltern im Nachbarland unzählige Apotheken abklappern, bis sie Fiebersaft und Antibiotika für ihre Kinder bekommen konnten. Damit so etwas nicht auch in derselben Ausprägung in Österreich passiert, wäre ein Rohstofflager mit Arzneimitteln eine rasche und unkomplizierte Möglichkeit, Engpässe zu verhindern.
Nach den Problemen im vergangenen Winter versprach Gesundheitsminister Johannes Rauch Besserungen. Im Herbst werde die Versorgung sichergestellt sein, hieß es. Mittlerweile haben wir Oktober. Von zuverlässiger Versorgung kann allerdings keine Rede sein.
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