Burgenland

Doskozil: Nehammer soll Steuern auf Sprit und Energie streichen, statt neue zu erfinden

Ab 1. Juli will die Bundesregierung ihre CO2-Steuer kassieren. Damit heizt sie die Teuerung weiter an und greift nach dem Urlaubsgeld der Österreicherinnen und Österreicher. Hans Peter Doskozil fordert das genaue Gegenteil vom Kanzler: Er soll sich darum kümmern, dass sie die Menschen ihr Leben wieder leisten können. Mit Steuersenkungen auf Energie und einem österreichweiten Mindestlohn von 1.700 Euro netto. 

Karl Nehammer soll sich „darum kümmern, Steuern im Bereich Treibstoffe und Energie zu streichen, anstatt neue zu erfinden“, poltert Doskozil in Richtung des Bundeskanzlers. Die Bundesregierung will nämlich ihre neue CO2-Steuer ab Juli durchboxen.

Statt etwas gegen die Teuerung zu tun, treibt die Bundesregierung sie damit weiter an: Sprit, Gas und Öl kosten ab 1. Juli noch mehr. Für Doskozil kommt die CO2-Steuer deshalb „zum falschen Zeitpunkt“. Jetzt gelte es vielmehr, den Mindestlohn von 1.700 Euro netto für alle in Österreich durchzusetzen.

Doskozil: Spritsteuer senken

Für Doskozil ist klar: Die Bundesregierung muss die Mineralölsteuer aussetzen. Damit würden Benzin und Diesel deutlich günstiger. Vom Bundeskanzler erwartet sich der burgenländische Landeshauptmann, dass  „er mitten in dieser schweren Krise – so, wie in Deutschland – für eine Entlastung der Bevölkerung sorgt“ Die SPD-geführte Regierung in Deutschland zeigt es vor: Sie hat die Steuer auf Benzin und Diesel für die kommenden drei Monate gesenkt.

ÖVP und Grüne machen in Österreich das genaue Gegenteil: Sie wollen ihre CO2-Steuer um jeden Preis (den die Österreicherinnen und Österreicher zahlen müssen) durchsetzen. Kanzler Nehammer und Verkehrsministerin Leonore Gewessler greifen also nach dem Urlaubsgeld der Österreicherinnen und Österreicher.

Mindestens 1.700 Euro Netto-Lohn für alle

Die Bundesregierung beruft sich auf den „Öko-Bonus“. Doch der ist erstens ungerecht und kommt zweitens erst im Oktober. Doskozil kostet das im Gespräch mit der Tageszeitung „Heute“ nur ein Kopfschütteln.

Für ihn ist es vielmehr Zeit für den Mindestlohn von 1.700 Euro netto. „Ich bin fest davon überzeugt, dass jede Arbeit zumindest zehn Euro die Stunde wert sein muss. Das haben sich die Menschen in Österreich verdient. Da kann gerne jeder zu mir kommen, das diskutiere ich liebend gerne.“

NeueZeit Redaktion

Ähnliche Artikel

  • Frauen

Raves in Wien: Die musikalische Renaissance einer Stadt

Ob in verlassenen Industriehallen oder Open-Air-Locations mitten in der Stadt – Raves verwandeln ganz Wien…

3. April 2025
  • Niederösterreich

Niederösterreich: Gesundheitsplan 2040+ ist da, alles Wichtige hier

Der neue Gesundheitsplan 2040+ für Niederösterreich ist da. Das hat der Landtag fast einstimmig beschlossen.…

2. April 2025
  • Österreich

Pflegeregress vor Comeback? Will ÖVP-Bürgermeister wieder ans Privatvermögen? – Kritik wächst

Wer heute ins Pflegeheim muss, muss nicht mehr fürchten, Haus oder Erspartes zu verlieren –…

31. März 2025
  • Kärnten

Gefahr im Netz: Handyführerschein soll Cybermobbing bekämpfen

Ein Navi im Netz - das soll der neue Handführerschein für Kinder und Jugendliche sein.…

28. März 2025
  • Gesellschaft

„Letzte Runde?“ – Wie Österreichs Wirtshauskultur am Leben bleibt!

Österreichs Wirtshauskultur steckt in der Krise: Immer mehr Gemeinden verlieren ihren letzten Treffpunkt, immer mehr…

28. März 2025
  • Fokus Arbeit

Das bringt dir eine Arbeitsstiftung: Vier Jahre unterstützte Jobsuche und Zeit für berufliche Umorientierung

Wenn Unternehmen zusperren, stehen die Arbeiter:innen vor dem Nichts - außer es gibt eine Arbeitsstiftung.…

27. März 2025