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Über das Vermögen der Malzner Erdbau GmbH mit Sitz in Schiedlberg (Bezirk Steyr-Land) wurde am 15. Dezember 2025 auf Eigenantrag ein Konkursverfahren am Landesgericht Steyr eröffnet. Das Unternehmen ist im Bereich Erdbau, Abbruch- und Grabungsarbeiten tätig. 86 Beschäftigte sowie rund 100 Gläubiger sind betroffen. Die Insolvenz heizt die Debatte über fehlende Bauaufträge und die aus Sicht der Opposition unzureichende Nutzung von Wohnbaumitteln des Bundes durch das Land Oberösterreich weiter an.
Das Unternehmen hat laut Alpenländischen Kreditorenverband (AKV) rund 2,71 Millionen Euro Schulden bei etwa 100 Gläubigern. Ob der Betrieb fortgeführt werden kann oder eine Schließung erfolgt, ist derzeit offen und hängt von der weiteren Prüfung durch den Masseverwalter ab.
Update 23.12.2025 Malzner Erdbau GmbH schließt laut Medienberichten mit 23. Dezember. Die Belegschaft wurde bei einer Betriebsversammlung darüber informiert, 86 Mitarbeitende verlieren ihren Job.Als Ursachen für die Zahlungsunfähigkeit nennt der AKV mehrere Faktoren: Forderungsausfälle durch nicht zahlende oder selbst insolvente Auftraggeber, geringe Deckungsbeiträge bei Ausschreibungen, stark gestiegene Lohn- und Energiekosten sowie nicht bezahlte Großprojekte. Insgesamt gebe es einen deutlichen Rückgang im Bauwesen.
Der dritte Landtagspräsident und SP-Wohnbausprecher Peter Binder sieht einen Zusammenhang zwischen der angespannten Lage in der Bauwirtschaft und der Wohnbaupolitik des Landes. Er verweist darauf, dass Oberösterreich im Rahmen der Wohnbaumilliarde des Bundes bis zu 169,1 Millionen Euro abrufen könnte, bisher jedoch nur rund 10,2 Millionen Euro genutzt worden seien:
Es ist genau die Entwicklung, vor der wir seit Monaten warnen. Wenn Haimbuchner den Wohnbau bremst und Bundesmittel liegen lässt, fehlen Aufträge auf den Baustellen. Dann kippt zuerst die Auslastung, dann die ganze Kette von Betrieben, Zulieferern und Beschäftigten. Diese Baupleite ist kein Zufall, sie ist die Folge der schwarz-blauen Stillstandspolitik.
SP-Klubvorsitzende Sabine Engleitner-Neu fordert rasche Klarheit und Unterstützung für die betroffenen Beschäftigten. Notwendig seien transparente Informationen, eine enge Abstimmung mit dem AMS und den Sozialpartnern sowie finanzielle Absicherung.
Seitens der SPÖ wird zudem ein Sonderwohnbauprogramm des Landes vorgeschlagen, um verfügbare Bundesmittel vollständig zu nutzen, zusätzliche Bauprojekte umzusetzen und Beschäftigung in der Bauwirtschaft zu stabilisieren.
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