in

Land erhöht „Kärnten Bonus“ von 400€ auf 600€ und weitet auf 70.000 Haushalte aus

(c)Muns, CC BY-SA 3.0

Mit dem „Kärnten Bonus 2022“ setzte die Landesregierung als erstes Bundesland eine Maßnahme gegen die Teuerung. Auch dieses Jahr gibt es ihn wieder. Und zwar noch höher und für noch mehr Kärntnerinnen und Kärntner: Mit dem „Kärnten Bonus Plus 2023“ erhalten rund 70.000 Haushalte – und somit ein Drittel der Kärntner Bevölkerung – statt der eigentlich geplanten 400 € jetzt sogar 600 €.

Kärnten war im Juni das erste Bundesland, das mit dem „Kärnten Bonus 2022“ eigene Teuerungshilfen beschlossen hat. Bereits im November vergangenen Jahres hat die Kärntner Landesregierung angekündigt, dass es den „Kärnten Bonus“ auch im Jahr 2023 wieder geben wird. Und das sogar in doppelter Höhe – das Land wollte den Bonus von 200 Euro auf 400 Euro erhöhen.

Kurz danach hat der Bund im Dezember verkündet, dass er den Bundesländern insgesamt 450 Millionen Euro als Maßnahme gegen die Teuerung zur Verfügung stellt. Dieses nützt die Kärntner Landesregierung jetzt für einen erweiterten „Kärnten Bonus Plus 2023“: Das bedeutet, dass er nicht nur von den 200 Euro auf die ursprünglich geplanten 400 Euro steigt, sondern sogar auf 600 Euro erhöht wird.  Auch der Bezieher:innen-Kreis wird auf rund 70.000 Haushalte erweitert.

„Das ist eine nie dagewesene finanzielle Unterstützung für unsere Bevölkerung in dieser Teuerungswelle“, so Sozialreferentin LHStv.in Beate Prettner (SPÖ).

70.000 Haushalte bekommen Kärnten Bonus Plus 2023

Die Heizperiode hat begonnen und das Heizen war noch nie so teuer. Deswegen stellt der Bund allen neun Bundesländern insgesamt 450 Millionen Euro zur Verfügung. Das Geld ist für Beihilfen für Heiz- und Wohnkosten vorhergesehen und ist gemäß dem Bevölkerungsschlüssel aufgeteilt. Kärnten bekommt nach Aufteilungsschlüssel ein Budget von 28,3 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Die Landesregierung nutzt den Zuschuss vom Bund, um aus dem „Kärnten Bonus 2023“ den „Kärnten Bonus Plus 2023“ zu machen. Die Auszahlungssumme hebt sie von 400 Euro auf 600 Euro an. So will sie vor allem diejenigen unterstützen, die von der Teuerung am meisten betroffen sind. Aber auch der Mittelstand profitiert von der finanziellen Unterstützung. Denn die Landesregierung erweitert die Einkommensgrenze, sodass rund ein Drittel aller Kärntner Haushalte den Bonus erhalten – das sind rund 70.000.

Insgesamt gibt das Land Kärnten mehr als 42 Millionen Euro für den Bonus aus.

Wer ist anspruchsberechtigt?

Alle Kärntnerinnen und Kärntner, die bereits eine soziale Leistung des Landes (Sozialhilfe, Wohnbeihilfe, Familienzuschuss, Heizkostenzuschuss, Ausgleichszulage etc.) erhalten, haben einen Anspruch auf den „Kärnten Bonus Plus 2023“.

Wie hoch ist die Einkommensgrenze?

Für die Grenze wird das netto Einkommen herangezogen. Sonder- oder Zusatzzahlungen wie Pflegegeld, Kinderbeihilfe, Wohnbeihilfe oder Alimente werden bei der Einkommensgrenze NICHT mit einberechnet.

Die Einkommensgrenzen sind:

  • Für Alleinstehende 1.600 Euro
  • Für Haushalte mit zwei volljährigen Personen: 2.400 Euro
  • Zuschlag für jede weitere Person (egal ob Kind oder Erwachsener): 400 Euro
  • Bei Alleinerziehenden erhöht sich der Zuschlag für jedes weitere minderjährige Kind sogar auf 700 Euro.

Wie wird der Kärnten Bonus ausbezahlt?

Allen Anspruchsberechtigten, die den Kärnten Bonus im Jahr 2022 bereits bekommen haben, zahlt das Land den Kärnten Bonus Plus 2023 automatisch aus – auch denjenigen, die 2022 zum ersten Mal eine Sozialleistung bezogen haben.

Die Ausbezahlung verläuft in vier Etappen: Ende Jänner gibt´s die ersten 100 Euro, Anfang Februar dann 300 Euro, Anfang März 100 Euro und Anfang April noch einmal 100 Euro.

Hier geht´s zum Kärnten Bonus Plus 2023

Für all jene, die den Kärnten Bonus Plus 2023 nicht automatisch erhalten, aber in die Einkommensgrenze fallen, können ihn bis 30. April.2023 entweder über das Online Portal, mit einem Formular oder persönlich bei der Wohnortgemeinde beantragen. Die Auszahlung erfolgt dann ab Bewilligung.

Newsletter bestellen

Mit dem Klick auf "Abonnieren" bestätigen Sie die Datenschutzrichtlinien.
Jetzt auch bei Telegram abonnieren!

4 Kommentare

Antworten
  1. In diesen Zeiten wo man jeden Cent umdrehen muss bevor man ihn ausgibt und andere in Geld schwimmen wäre es angebracht denen zu helfen die jeden Tag kämpfen. Nicht nur das Leben ist bald nicht mehr zu leisten. Alles wird teurer. Strom, Treibstoff, Medikamente, usw kann man sich nicht mehr leisten. Dafür hat man 40 Jahre hart gearbeitet, Kinder groß gezogen die auch wieder fleißig arbeiten. und nun muss man leben wie Bettler. während Zuwanderer leben wie im Schlaraffenland

  2. In diesen Zeiten wo man jeden Cent umdrehen muss bevor man ihn ausgibt und andere in Geld schwimmen wäre es angebracht denen zu helfen die jeden Tag kämpfen. Nicht nur das Leben ist bald nicht mehr zu leisten. Alles wird teurer. Strom, Treibstoff, Medikamente, usw kann man sich nicht mehr leisten. Dafür hat man 40 Jahre hart gearbeitet, Kinder groß gezogen die auch wieder fleißig arbeiten. und nun muss man leben wie Bettler. während Zuwanderer leben wie im Schlaraffenland

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

22kLikes
1.1kFollow us
1.2kFollower
Abonnieren 

Burgenland: Mindestlohn im öffentlichen Dienst steigt wegen Gehaltserhöhung für alle auf 2.000 €

Bürgermeister platzt Kragen, weil „Chaotentruppe der Regierung“ geblockte Altersteilzeit abschafft