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Kärnten kauft eigene mobile Hochwasserschutz-Elemente: „Dürfen hier keinesfalls sparen!“

Die Drau in Villach. // Bild: Wikimedia/Popie (CC BY-SA 3.0, Link: https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Drau_bei_Ruden_in_K%C3%A4rnten_(%C3%96sterreich).jpg)

Das Land Kärnten schafft um 330.000€ eigene „mobile Elemente“ für den Hochwasserschutz an. Sie können in Zukunft flexibel genau dort eingesetzt werden, wo sie gebraucht werden. Die Elemente werden auf mehrere Standorte im Bundesland aufgeteilt, sodass keine langen Transportwege nötig sind.

Im Juli 2021 stehen Teile Österreichs unter Wasser, besonders betroffen sind Salzburg, Tirol und Niederösterreich. Auch Kärnten kennt Hochwasser (leider) zu gut. Im November 2019 kämpft vor allem Oberkärnten mit heftigen Niederschlägen und Überschwemmungen.

„Beim Hochwasserereignis 2019 konnten allein an der Gurk, in den Gemeinden Gurk und Straßburg, Schäden im Ausmaß von mehr als einer Million Euro durch den rechtzeitigen Einsatz mobiler Hochwasserschutz-Elemente verhindert werden“, sagt Katastrophenschutz-Referent Daniel Fellner (SPÖ). Der Landesrat organisierte damals selbst auf kurzem Wege mobile Hochwasserschutz-Elemente aus Niederösterreich.

Jetzt schafft Kärnten solche mobilen Elemente zum Hochwasserschutz selbst an.

Das Land kauft insgesamt 900 Laufmeter der flexiblen Elemente um rund 330.000 Euro. Die ersten 300 Meter sind bereits eingetroffen.

Das sind die neuen mobilen Hochwasserschutz-Elemente für Kärnten
So sehen die neuen Kärntner Hochwasserschutz-Elemente aus. // Foto: LFV/Martin Sticker

Mobile Hochwasserschutz-Elemente werden auf mehrer Standorte in Kärnten verteilt

Landesrat Fellner und Landesfeuerwehrkommandant Rudolf Robin setzen auf „einen Mix aus luft- und wassergefüllten Systemen, die sich im Einsatz bewährt haben und verschiedene Einsatzbereiche abdecken“. Diese Elemente sollen permanente Hochwasserschutzmaßnahmen nicht ersetzen, sondern ergänzend helfen, Schäden zu verhindern und zu verringern.

Zum Einsatz kommen die mobilen Elemente oft bei beengten Platzverhältnissen, wenn noch kein ausreichender Hochwasserschutz vorhanden ist oder auch um das Restrisiko zu verringern. Beispielsweise im Katastrophenfall als zweite „Verteidigungslinie“, um die Auswirkungen von Dammbrüchen in den Siedlungsbereichen zu mildern.

Die Aufteilung der Schutzelemente erfolgt auf mehrere Standorte, sodass keine langen Transportwege entstehen.

Land investiert heuer 41,5 Millionen in Katastrophenschutz

Der Ankauf erfolgt in zwei Schritten. 300 Laufmeter luftgefüllte Hochwasserschutz-Elemente sind bereits in Kärnten eingetroffen. Sie wurden von der Firma Grampelhuber in Oberösterreich angekauft. Die Kosten dafür betragen 37.000 Euro pro 100 Laufmeter.

Die Ausschreibung für 600 Laufmeter wassergefüllte Elemente ist derzeit noch am Laufen. Laut Kostenschätzung werden sich 600 wassergefüllte Laufmeter auf zirka 220.000 Euro belaufen. Die Elemente sollten im Laufe des ersten Halbjahres 2022 in Kärnten vor Ort und einsatzfähig sein.

Das Land investiert im heurigen Jahr insgesamt 41,5 Millionen Euro in den Schutz vor Hochwasser, Wildbächen und Lawinenabgängen. 32,9 Millionen davon holt die Landesregierung vom Bund nach Kärnten. Mit Blick auf Hochwasserkatastrophen in Österreich wisse man, „dass man in diesem Bereich keinesfalls sparen darf“, sagt der zuständige Landesrat Fellner.

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Foto: Philipp Oberhaidinger - CC BY-NC 2.0"

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