Niederösterreich

Nachmittagsbetreuung: Schnabl fordert 600 Euro Teuerungshilfe pro Kindergartenkind in NÖ

Für die Nachmittagsbetreuung in Landeskindergärten zahlen Eltern monatlich 50 €. Vor allem für Alleinerzieherinnen und Alleinerzieher wird das zu einer immer größeren Belastung. Denn wegen der Teuerung können sich viele Essen, Heizen, Tanken, Wohnen und Kinderbetreuung kaum mehr leisten. Landeshauptfrau-Stellvertreter Franz Schnabl will deshalb den Beitrag für die Ganztagesbetreuung im Kindergarten aussetzen. Für Eltern brächte das jährlich 600 Euro pro Kindergartenkind.

Der Mai brachte den nächsten Teuerungsrekord: 8% Inflation. Das gab es seit 1975 nicht mehr. Umso mehr spüren Eltern die 600 Euro, die die Nachmittagsbetreuung für Kindergartenkinder jedes Jahr kostet. Landeshauptfrau-Stellvertreter Franz Schnabl fordert: Das Land soll sie als „Blau-Gelben Kinderbetreuungsbonus“ zurücküberweisen.

Gegen Teuerung: 600 Euro pro Kindergartenkind

„Auch in den Sprechstunden merken wir, dass immer mehr Familien mit den steigenden Preisen nicht mehr über die Runden kommen“, berichtet Rupert Dworak. Der Vorsitzende des Verbands Verband sozialdemokratischer GemeindevertreterInnen in NÖ ist auch Bürgermeister von Ternitz und kennt daher die Sorgen der Menschen in seiner Heimatgemeinde.

Knapp 35.000 Kindergartenkinder sind derzeit in Niederösterreich in Ganztagesbetreuung in Kindergärten des Landes. Und pro Monat und Kind zahlen die Eltern 50,- dafür – die soll ihnen das Land zurücküberweisen, fordert Schnabl. Denn das brächte Familien „600 Euro pro Kind in der Nachmittagsbetreuung für das Kindergartenjahr 2022/2023“, so der Landeshauptfrau-Stellvertreter.

Kostenlose Nachmittagsbetreuung im Kindergarten

Einen „niederösterreichische Wellenbrecher gegen die Teuerung“ nennt Landtagsabgeordnete Elvira Schnabl die Initiative. Vor allem Alleinerzieherinnen wüssten oft nicht mehr wie sie über die Runden kommen sollen, bestätigt auch die Bürgermeisterin von Zwölfaxing Astrid Reiser. Der „Blau-Gelbe Kinderbetreuungsbonus“ wäre „wäre genau die Antwort, die die Landespolitik diesen Frauen“ geben sollte.

ÖVP gegen Teuerungshilfen

Bisher weigern sich Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und die ÖVP die Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher angesichts der Teuerung zu unterstützen. Sie vertrösten auch nach 6 Monaten mit Rekordinflation auf Herbst 2022. Denn erst in der letzten Landtagssitzung haben sie nämlich ein Anti-Teuerungspaket niedergestimmt. Damit handeln Mikl-Leitner die ÖVP „ gegen die Interessen der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher in einer schweren Teuerungskrise“, kritisiert Schnabl.

NeueZeit Redaktion

Ähnliche Artikel

  • Niederösterreich

Niederösterreich: Gesundheitsplan 2040+ ist da, alles Wichtige hier

Der neue Gesundheitsplan 2040+ für Niederösterreich ist da. Das hat der Landtag fast einstimmig beschlossen.…

2. April 2025
  • Österreich

Pflegeregress vor Comeback? Will ÖVP-Bürgermeister wieder ans Privatvermögen? – Kritik wächst

Wer heute ins Pflegeheim muss, muss nicht mehr fürchten, Haus oder Erspartes zu verlieren –…

31. März 2025
  • Kärnten

Gefahr im Netz: Handyführerschein soll Cybermobbing bekämpfen

Ein Navi im Netz - das soll der neue Handführerschein für Kinder und Jugendliche sein.…

28. März 2025
  • Gesellschaft

„Letzte Runde?“ – Wie Österreichs Wirtshauskultur am Leben bleibt!

Österreichs Wirtshauskultur steckt in der Krise: Immer mehr Gemeinden verlieren ihren letzten Treffpunkt, immer mehr…

28. März 2025
  • Fokus Arbeit

Das bringt dir eine Arbeitsstiftung: Vier Jahre unterstützte Jobsuche und Zeit für berufliche Umorientierung

Wenn Unternehmen zusperren, stehen die Arbeiter:innen vor dem Nichts - außer es gibt eine Arbeitsstiftung.…

27. März 2025
  • Wien

Kurios! Frau verklagt in Favoriten jahrelang Falschparker, obwohl sie gar nicht falsch parkten

Fast 400 Euro fürs „Falschparken”? Eine Wienerin verschickte jahrelang Klagsdrohungen und Geldforderungen gegen Autobesitzerinnen –…

27. März 2025