Burgenland

Raus aus Öl und Gas: „PumpenPeter“ spart ein Drittel der Heizkosten und stoppt CO2-Ausstoß

Bis 2030 will das Burgenland klimaneutral sein, also nicht mehr zur Erderwärmung beitragen. Dafür müssen die Öl- und Gasheizungen im Land gegen Systeme getauscht werden, die kein CO₂ produzieren. Mit „PumpenPeter“ können Burgenländer kostenfrei umsteigen. Die geförderten Wärmepumpenabos ersparen Jahr für Jahr hunderte Euros – und schützen die Umwelt. 

Die Energiepreise steigen rasend. Für alle mit Öl- oder Gaszheizung wird das heurige Jahr spürbar teurer. Die Bundesregierung tut nichts dagegen. Mehrmals wollte die SPÖ im Nationalrat einen Heizkostenzuschuss für diesen Winter durchsetzen. Doch ÖVP und Grüne stimmten dagegen.

Wer im Burgenland mit Öl- oder Gas heizt, kann nun ohne Anschaffungskosten auf eine geförderte Wärmepumpe umsteigen. Damit will das Land einerseits verhindern, dass Menschen die Heizkosten über den Kopf wachsen. Gleichzeitig sind die Wärmepumpenabos ein großer Schritt Richtung Klimaneutralität fürs Burgenland.

Burgenland: Mit „PumpenPeter“ günstig heizen

Die Energie Burgenland bietet die Wärmepumpenabos als Komplettpaket inklusive Installation der Wärmepumpe an. Für kleinere Haushalte kosten sie ab 90 Euro monatlich, für größere ab 100 Euro. Nach 15 Jahren gehört die Wärmepumpe dann den Mieterinnen oder Mietern. Und sie haben eine Garantie auf die Anlage: die ersten 15 Jahre kostet sie nicht mehr als die monatlichen Fixkosten. Das Paket nennt die Energie-Burgenland „PumpenPeter„.

Installation, Reparaturen und Wartung sind inkludiert. „Wir kümmern uns um alles. Welche Luftwärmepumpe hat die passende Größe für Ihren Heizbedarf? Was muss im Haus passieren? Wer macht das Service und wer ist der Garantiepartner?“, erklärt Stephan Sharma, Vorstandsvorsitzender der Energie Burgenland. Mit dem Abo „kann sich jeder sofort unabhängig von den internationalen Energiepreisen machen, Geld sparen und das Klima schützen.“

Unabhängig von Öl und Gas

Die Landesregierung will damit „die Energiewende jeder Burgenländerin und jedem Burgenländer ermöglichen“, so die Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Eisenkopf. Beim Umstieg auf erneuerbare Energien fördere man „innovative und im besten Fall regionale Produkte“. Wer bisher mit Öl geheizt hat, erspart sich dadurch ein Drittel, wer bisher mit Gas geheizt hat, ein Viertel der Heizkosten.

Denn bis 2030 will das Burgenland klimaneutral sein – also nicht mehr zur Erderwärmung beitragen. Ein Baustein dafür sind laut Landeshauptmann Hans Peter Doskozil die Wärmepumpenabos. Und die seien „ein regionales und damit auch preisstabiles Angebot“, das die Menschen im Burgenland von „ausländischen Öl- und Gasimporten und den Preisschwankungen“ unabhängig macht.

ÖVP verhinderte Energiepreisbremse

Die Öl- und Gaspreise explodieren nämlich. Denn „die ÖVP hat es auf EU-Ebene wortwörtlich verpfuscht und gegen eine Preisregulierung gestimmt“, kritisiert der Klubobmann der SPÖ im burgenländischen Landtag, Robert Hergovich. Deshalb fordert er ÖVP und Grüne auf, „jetzt Maßnahmen zu setzen, um die Energiekosten in Österreich zu regulieren.“

NeueZeit Redaktion

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