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Zum Jubiläum von Manfred Haimbuchners (FPÖ) Zuständigkeit im Wohnbau zeigt sich die schwarz-blaue Koalition zufrieden. Ein Blick auf die Daten zeichnet jedoch ein anderes Bild: weniger Förderung, weniger Neubau, zunehmender Druck auf Haushalte und besonders auf junge Menschen. Wohnen in Oberösterreich wird zunehmend teurer.
Seit nun fünfzehn Jahren verantwortet FPÖ-Landeshauptmann-Stellvertreter Manfred Haimbuchner die Wohnbaupolitik des Landes. Die Regierung wertet diesen Zeitraum als Erfolg. Doch zentrale Kennzahlen weisen in eine andere Richtung: Oberösterreich steht vor einem strukturellen Versorgungsproblem im Wohnbau.
2024 wurden österreichweit nur rund 54.472 Wohnungen fertiggestellt, darunter 9.084 in Oberösterreich. Gleichzeitig liegen die Baubewilligungen auf einem 15-Jahres-Tief. Die Bauleistung sinkt, der Druck auf Mieten und Preise steigt.
Trotz hoher Inflation gelingt es Oberösterreichs gemeinnützigen Bauträgern, österreichweit die niedrigsten Baukosten zu halten. Hier setzt SPÖ-Landesparteivorsitzender Martin Winkler an mit einem klaren Befund: „Die Gemeinnützigen liefern Spitzenqualität und die niedrigsten Baukosten. Wenn Wohnen trotzdem immer schwerer zu finanzieren wird, liegt das nicht an ihnen, sondern an einer zu niedrigen Förderquote des Landes. Damit Wohnen wieder leistbar wird, muss die Förderung endlich erhöht werden.“
Laut der aktuellen ImmobilienScout24-Mietpreisanalyse 2025 sind die Angebotsmieten in Oberösterreich innerhalb eines Jahres deutlich gestiegen. Die durchschnittlichen Neuvermietungen liegen mittlerweile bei rund 12,60 Euro pro Quadratmeter, was einem Plus von etwa zehn Prozent entspricht. Besonders stark fällt der Anstieg in einzelnen Bezirken aus: In Gmunden erhöhten sich die Mieten um fast 30 Prozent, in Freistadt um rund 25 Prozent. Die Arbeiterkammer Oberösterreich warnt, dass diese Entwicklung für viele Haushalte zunehmend zur finanziellen Belastung wird.
Oberösterreich lasse beim Wohnbau zig Millionen aus der Wohnbau-Milliarde des Bundes einfach ungenutzt liegen, kritisierte Martin Winkler bereits im Oktober. Das FPÖ-geführte Wohnbauressort müsse dringend reagieren und neue Projekte innerhalb der Wohnbauförderung planen, um die Bundesmittel noch zu nutzen.
2024 entstanden in Oberösterreich gerade einmal 1.700 neue geförderte Wohneinheiten. Zu wenig, um die reale Nachfrage zu decken. Dabei lebt Oberösterreich strukturell vom gemeinnützigen Wohnbau: Jeder dritte Oberösterreicher wohnt in einer Wohnung, die von gemeinnützigen Trägern errichtet oder betreut wird.
Wenn dieses System ausgehungert wird, geraten Familien, Alleinerziehende, Pensionist:innen und junge Menschen gleichermaßen unter Druck.
Besonders hart trifft es junge Menschen, die erstmals am Wohnungsmarkt Fuß fassen wollen. Wer heute mieten will, findet sich zwischen steigenden Quadratmeterpreisen und fehlenden Alternativen wieder. Mietpreise, die früher als „Ausreißer“ galten, sind heute Normalität. Auch Eigentum rückt in weite Ferne, wie auch der Wohnzufriedenheitsindex der Arbeiterkammer OÖ zeigt. In der Gruppe unter 30 Jahren geben rund 70 Prozent an, dass ein eigenes Haus oder eine eigene Wohnung für sie finanziell außer Reichweite liegt.
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